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Peter Lindbergh: Der Mann, der die Frauen kriegt

Wenn Peter Lindbergh auf den Auslöser drückt, stehen die schönsten Frauen des Planeten still. Der Bildband "Images of Women II" zeigt die im Laufe einer Dekade entstandenen Fotografien des Künstlers.

Peter Lindbergh

Uma Thurman für "Vogue Italy", Downtown, Los Angeles, 2011

Wer in diesem Jahr Fotoausstellungen besucht, wird ihm kaum entgehen können: Peter Lindbergh ist 2017 omnipräsent. Gerade ist eine große Schau in Rotterdam zu Ende gegangen, seit dem 3. Februar sind seine Fotografien im NRW-Forum Düsseldorf zu sehen, und ab 13. April zeigt auch die Kunsthalle München Lindbergh.

Anlässlich seines 70. Geburtstags spendierte der Verlag Schirmer Mosel dem Fotografen einen Bildband, der die Frauenfotografien der Periode zwischen 2005 und 2014 versammelt. Auf den 175 Fotos, die so zusammenkamen, sind so berühmte Persönlichkeiten wie Nadja Auermann, Monica Bellucci, Juliette Binoche, Sofia Coppola, Nina Hoss, Milla Jovovich, Chiara Mastroianni, Charlotte Rampling, Tilda Swinton oder Kate Winslet vertreten. 

Welches Ansehen Lindbergh mit seinen Fotografien inzwischen erreicht hat, kann man daran sehen, welche Künstler das neue Buch geadelt haben. Großmeister dreier Kunstformen steuern Texte bei zu "Images of Women II": der Hochliterat Peter Handke, Regie-Gott Wim Wenders und der renommierte Kunsthistoriker Werner Spies. 

Eigentlich wollte Peter Lindbergh Maler werden

Dass Lindbergh so verschiedene Persönlichkeiten anspricht, hat seinen Grund. Denn der 1944 als Peter Brodbeck Geborene wollte zunächst Maler werden. Anfang der 1960er Jahre kam er nach Berlin - wo er zunächst Abendkurse an der Kunstakademie belegte. Ab 1965 studierte er an der Kunsthochschule in Krefeld Malerei und Design. Sein großes Vorbild war Vincent van Gogh.

Zu Beginn der 70er Jahre entdeckte er die Fotografie und warf alle bisherigen Pläne über den Haufen. Der Wechsel der Kunstform machte jedoch auch einen neuen Namen nötig. Denn es gab damals einen Fotografen mit Namen Peter Brodbeck. Um der Gefahr der Verwechslung zu entgehen, gab er sich den Namen Lindbergh.

1978, im Jahr seines Durchbruchs, zog er nach Paris. Da hatte er schon seine typische Schwarz-Weiß-Ästhetik entwickelt, die in den folgenden Jahrzehnten sein Werk prägen sollte. Der nächste große Karriereschritt kam 1988. "Vogue"-Chefin Anna Wintour holte ihn nach New York. In der amerikanischen Metropole war Lindbergh genau am richtigen Ort, um als Fotograf maßgeblich die Ära der Supermodels mitzuprägen.

Die guten Kontakte zu den Topmodels, Schauspielerinnen und sonstigen Schönheiten ist seither nicht abgerissen. Sie alle finden sich in "Images of Women II" wieder.

Peter Lindbergh: "Images of Women II. Photographien 2005–2014". Mit Texten von Werner Spies, Wim Wenders und Peter Handke
296 Seiten, 166 Abbildungen, 78 Euro

Zur Website des Künstlers

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.