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Bundesverfassungsgericht: Suhrkamp-Verlag darf AG werden

Entscheidung in höchster Instanz: Das Bundesverfassungericht erlaubt dem insolventen Suhrkamp-Verlag die Umwandlung in eine AG. Damit geht ein jahrelanger Rechtsstreit zu Ende.

Der Suhrkamp-Verlag darf in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden

Der Suhrkamp-Verlag darf in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Umwandlung gebilligt hat, will der Suhrkamp-Verlag nun zügig eine Aktiengesellschaft werden. Nach dem Urteil sei der Weg für den Insolvenzplan jetzt endgültig frei, erklärte Suhrkamp-Sprecherin Tanja Postpischil in Berlin. Das laufende Insolvenzverfahren könne aufgehoben werden. Suhrkamp bereite die Schritte vor, um den Verlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln.

Der langjährige Rechtsstreit zwischen Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz und Miteigentümer Hans Barlach ist nach Suhrkamp- Einschätzung damit zu Ende. Eine weitere Rechtsbeschwerde von Barlachs Medienholding sei nicht mehr möglich. Barlach war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Für den Hamburger Medienunternehmer, Enkel des Bildhauers Ernst Barlach, bedeutet die Umwandlung in eine AG einen weitgehenden Verlust seiner Mitspracherechte beim Traditionsverlag. Er behielte dabei zwar seinen Anteil von 39 Prozent am Unternehmen, könnte aber nicht mehr in das Alltagsgeschäft des Verlages eingreifen.

steh/DPA / DPA