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"Sopranos"-Star: So trauert Hollywood um James Gandolfini

Die Meldung vom Tod des ehemaligen "Sopranos"-Stars breitete sich wie ein Lauffeuer in Hollywood aus. James Gandolfinis Rolle als Mafiaboss bleibt unvergessen.

Von Frank Siering, Los Angeles

Er wurde nur 51 Jahre alt: US-Schauspieler James Gandolfini starb am Mittwoch an einer Herzattacke in Rom. Er wollte noch in dieser Woche in Sizilien am Taormina Film Festival teilnehmen. Die Meldung vom Tod des Darstellers, der in der Rolle des Mafiabosses Tony Soprano weltberühmt wurde, schockierte Fans, Freunde und Arbeitskollegen gleichermaßen.

Gelähmt vor Trauer

"Wir sind geschockt und fühlen uns gelähmt vor Trauer, ein so geliebtes Mitglied unserer Familie verloren zu haben", ließ der Sender HBO in einer Erklärung mitteilen. Gandolfini, so HBO weiter, sei ein "ganz besonderer Mensch gewesen, ein Mensch mit unglaublichem Talent, ein Mensch, der sanft und liebevoll war und alle immer mit dem gleichen Respekt behandelt habe".

"Er war ein Genie", erinnerte sich am Mittwoch "Sopranos"-Erfinder David Chase an seinen Freund Gandolfini: "Er war ganz einfach einer der besten Schauspieler unserer Zeit. Seine Augen waren es, die die Menschen in den Bann gezogen haben."

Auf Twitter bekundeten zahlreiche Prominente aus Hollywood ihr Beileid:

"Jimmy war wie ein Bruder zu mir"

Gandolfini wuchs in New Jersey auf. Von der High School zog es ihn an die Rutgers University. Hier studierte er Kommunikationswissenschaften. Nach einigen kleineren Rollen in "Shock! Shock! Shock" und dem Melanie-Griffith-Film "A Stranger Among Us" landete er 1999 schließlich in der Rolle des Tony Soprano. Nach dem Megaerfolg war er unlängst in Filmen wie "Zero Dark Thirty", "Get Shorty" und "The Mexican" mit Brad Pitt zu sehen.

"Sopranos"-Co-Star Steven Schirripa sagte: "Jimmy war ein guter Freund und wie ein Bruder zu mir. Ich werde ihn schrecklich vermissen." Steven Van Zandt, der in dem HBO-Drama Silvio Dante spielte, twitterte am Mittwochabend: "Ich habe einen Bruder und einen besten Freund verloren. Maureen und ich senden unsere Herzenswünsche an Deborah, Michael und Lily." Gandolfini hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

Frank Siering
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo