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"Verblendung": Villa Kunterbunt ist abgebrannt

Das erste Buch der "Millennium"-Trilogie von Stieg Larsson ist verfilmt worden. Nach dem internationalen Millionen-Erfolg des Bestsellers soll der Thriller nun auch ein Kinohit werden. "Verblendung" zu sehen, geht an die Grenzen des Ertragbaren. Und das muss auch so sein.

Von Sophie Albers

Wenn der Abspann läuft, fühlt es sich an, als sei das Ikea-Kinderparadies abgebrannt, Michel aus Lönneberga ein Satanist, und Pippi Langstrumpf liege vergewaltigt im Dreck. "Verblendung", die Kinoadaption des ersten Buches der Bestseller-Reihe "Millennium" von Stieg Larsson, lässt vom klischee-schönen Schweden Astrid Lindgrens und der lustigen Einrichtungshaus-Werbesprüche aber auch gar nichts übrig. Die Menschen sind vielleicht so blond wie in Bullerbü, aber sie sind genauso kaputt, böse und getrieben wie im düstersten Großstadtmoloch. Und das ist dann hoffentlich der Augenblick, in dem man begreift, dass Pein und Perversionen kaum nationengebunden sind.

"Männer, die Frauen hassen"

Mikael Blomkvist ist Redakteur einer linkspolitischen Zeitung und wurde gerade zu einer Haftstrafe wegen Verleumdung verurteilt. Der idealistische Mann wurde von einem mächtigen Wirtschaftsboss, den er des Waffenhandels überführt hatte, hereingelegt. Just in diesem Augenblick taucht der alte Henrik Vanger auf. Das Familienoberhaupt eines Industrieimperiums bittet den Journalisten, den 40 Jahre zurückliegenden Mord an seiner Lieblingsnichte aufzuklären. Was Blomkvist nicht weiß, ist, dass Vanger ihn hat überprüfen lassen und zwar von der besten Hackerin Schwedens: Auftritt Lisbeth Salander, umfangreich gepierct, großräumig tätowiert und mit jeder Zelle renitent. Das verschlossene Punkermädchen mit dem Recherchetalent beschließt, Blomkvist zu helfen, der zur Vanger-Familienresidenz in den hohen Norden fahren muss.

Soweit das Krimi-Grundgerüst. Doch öffnet die Geschichte dann eine Tür, die ähnliche Unterhaltung sonst geschlossen hält. In fast unerträglich dichten Bildern zeigt "Verblendung", was der Grund für das extreme Wesen der Lisbeth Salander ist - und für die Verbrechen, die sie zusammen mit Blomkvist nach und nach aufdeckt: Frauenhass, Missbrauch, Übergriffe. In allen Schichten der Gesellschaft tief verwurzelte Perversion, Machtfantasien, Sadismus. Vom alkohol- und testosterontrunkenen jungen Mann in der U-Bahn bis zum Vergewaltiger im feinen Anzug mit amtlicher Macht.

Lisbeth ist ein Opfer, das darum kämpft, Täter zu sein. Und als sie die Chance dazu hat, zieht sie es mit skrupelloser Brutalität durch. Diese Gleichzeitigkeit von Verwundung und Eiseskälte hat es im Kino bisher kaum gegeben. Darstellerin Noomi Rapace hat einen ganz eigenen, verstörenden Charakter geschaffen, der die Filme wohl überdauern wird. "Männer, die Frauen hassen" lautete der Originaltitel von Stieg Larssons Roman.

Das Ende von Astrid Lindgren

Der vermeintlichen Fiktion der Literatur und des Kinos stehen blanke Zahlen gegenüber. Laut einer Studie im Auftrag der EU aus dem Frühjahr 2009 ist Schweden das Land mit der höchsten Zahl an Vergewaltigungen. 5000 waren es allein im Jahr 2006. Und das sind nur die gemeldeten. In einer Gallup-Studie aus dem Jahr 2007 ist Schweden nach Irland das Land mit den meisten sexuellen Übergriffen auf Frauen. Deutschland folgt auf Platz drei. Hier gaben 24 von 1000 Frauen an, sexuell genötigt worden zu sein, was bei dieser Befragung anstößiges Verhalten, Handgreiflichkeiten und Vergewaltigungen einschließt.

Ob ein Buch oder Film an solchen Zahlen etwas ändern kann, sei dahingestellt. Doch so wie Lisbeth ihrem Peiniger seine Fratze zeigt, tut das die ganze Geschichte mit Gesellschaften, in denen Vergewaltigung lange nicht als ernstzunehmende Straftat galt. In diesem Film dienen die Gewaltszenen ausschließlich voll und ganz der Geschichte.

Angesichts dieses Verzweiflung schürenden Menschenbildes nutzt es wenig, dass Mikael Blomkvist ab und an tatsächlich Kalle Blomquist genannt wird, nach Astrid Lindgrens Meisterdetektiv. Und auch Lisbeth Salanders Namensähnlichkeit mit Kalles Freundin Eva Lotta Lisander macht sie nicht niedlicher. Es ist so, als würde Larsson nach der Ära der Bullerbü-Idylle feststellen, dass die heile Welt schon immer eine Lüge war.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.