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15 Fakten über Denzel Washington: Der Oscargewinner wollte Prediger werden

Denzel Washington liest jeden Tag in der Bibel, hat einen Ehrendoktortitel und ist zweifacher Oscar-Preisträger. Was Sie noch alles über den Hollywoodstar wissen müssen. 

Denzel Washington

In seinem neuen Film spielt Denzel Washington die Rolle eines Banden-Anführers.

•Sein neuer Film ist ein Remake des großen 60er-Jahre-Klassikers "Die glorreichen Sieben", der wiederum bekanntermaßen auf Akira Kurosawas Meisterwerk "Die sieben Samurai" basiert. Der Plot: Die Bewohner eines Dorfes engagieren eine Truppe von Außenseitern, um den Terror einer Bande von Bösewichtern zu beenden. Denzel Washington spielt die Rolle des Anführers, Sam Chisolm. 

•Er wurde am 28. Dezember 1954 in Mount Vernon, New York, als mittleres von drei Kindern geboren. Seine Mutter Lennis besaß einen Schönheitssalon, sein Vater Denzel Sr. war Pfarrer. Die Eltern ließen sich scheiden, als Denzel 14 Jahre alt war.

•Denzel Washington studierte an der Fordham University in New York City und wollte zunächst Journalist werden, entwickelte dann aber dank zahlreicher Auftritte auf der Studentenbühne sein Faible für die Schauspielerei. Wie es richtig geht, lernte er anschließend am American Conservatory Theatre in San Francisco.

•Seine erste Rolle spielte er 1977 im TV-Drama "Wilma", sein Kino-Debüt folgte 1981 in der Komödie "Eine schöne Bescherung". Hier der Trailer von damals:

•Anschließend wirkte er sechs Jahre lang als Dr. Philip Chandler in der auch bei uns beliebten Krankenhaus-Serie "Chefarzt Dr. Westphall" mit.

•1984 stand er kurz davor, die Rolle des Detective Ricardo Tubbs in der Krimiserie "Miami Vice" zu übernehmen. Den Zuschlag bekam dann aber Philip Michael Thomas.

•Bei den Dreharbeiten zu "Wilma" lernte er 1977 die Schauspielerin Pauletta Pearson kennen. Fünf Jahre später, am 25. Juni 1983, folgte die Hochzeit. Das Paar hat vier Kinder: John David (32), Katia (28), sowie die Zwillinge Olivia und Malcolm (25).

•Washington ist gläubiger Christ und spielte lange mit dem Gedanken, Prediger zu werden. 1995 spendete er 2,5 Millionen Dollar für den Bau der West Angeles Church of God in Christ in Los Angeles. Washington sagt, dass er täglich in der Bibel lese.

•1989 gewann er seine Leistung als Private Trip in Ed Zwicks Bürgerkriegs-Drama "Glory" den Oscar als Bester Nebendarsteller. Im Jahr zuvor war er bereits in derselben Kategorie für die Rolle des südafrikanischen Bürgerrechtlers Steve Biko in "Schrei nach Freiheit" nominiert. Weitere vier Nominierungen als Bester Hauptdarsteller kamen hinzu: für "Malcolm X" im Jahr 1992, "Hurricane" im Jahr 1999, "Training Day" im Jahr 2001 und "Flight" im Jahr 2012. Als er die Trophäe für "Training Day" gewann, war er damit nach Sidney Poitier erst der zweite schwarze Hauptdarsteller, dem diese Ehre zuteil wurde.

Er war außerdem siebenmal für den Golden Globe nominiert und holte ihn zweimal - für "Glory" und "Hurricane".


•Über die Jahre kehrte Washington immer wieder mal auf die Theaterbühne zurück und erspielte sich 2010 in dem Rassismusdrama "Fences" den Tony Award als Bester Darsteller.

•Er führte auch zweimal Regie, 2002 inszenierte das Drama "Antwone Fisher" über einen jungen Marinesoldaten, der seine traumatische Kindheit zu überwinden versucht, und "The Great Debaters" über einen schwarzen Debattierclub in einem College der 30er Jahre. Aktuell inszeniert er eine Filmversion des Theaterstücks "Fences".

•Am 16. Mai 2011 wurde er zum Ehrendoktor der Universität von Pennsylania ernannt. Anschließend hielt er eine sehr beeindruckende und unterhaltsame Rede. Dauerte etwas länger, lohnt sich aber:

Das sagt er:
"Ich bin sehr stolz darauf, schwarz zu sein, aber ich bin nicht nur schwarz. Das ist mein kulturhistorischer Backround, mein genetisches Make-Up, aber das definiert mich weder, noch ist es die Grundlage für meine Antworten auf jede Frage."

Das sagen andere:
"Beurteilt man einen Schauspieler danach, wie sehr er in der Rolle verschwindet, die er spielt, dann ist Washington so eine Art Yeti. Der Darsteller, den man niemals zu fassen kriegt." So sagte es der "Guradian".

•Denzel Washington für Einsteiger

"Schrei nach Freiheit" (1987)
"Glory" (1989)
"Malcolm X" (1992)
"Philadelphia" (1993)
"Hurricane" (1999)
"Training Day" (2001)
"American Gangster" (2007)
"Flight" (2012)