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Leonardo DiCaprio und Kollegen: Diese Stars bekommen 20 Millionen Dollar Gage pro Film

Von wegen Krise im Kinogeschäft: Viele Studios bezahlen ihre Stars noch immer fürstlich. Eine neue Umfrage ergab, das mindestens sechs Schauspieler 20 Millionen Dollar pro Film kassieren.

Von Frank Siering

Leonardo DiCaprio bekam für seine Darstellung in "The Wolf of Wall Street" 25 Millionen Dollar Gage

Leonardo DiCaprio bekam für seine Darstellung in "The Wolf of Wall Street" 25 Millionen Dollar Gage

Oftmals wird in Hollywood dieser Tage darüber lamentiert, dass die Stars ihr Geld einfach nicht mehr wert sind. Und die Stars beschweren sich im Gegenzug darüber, dass das Kinogeschäft bei weitem nicht mehr so lukrativ sei wie in den goldenen 90er Jahren, als Kevin Costner, Mel Gibson, Jim Carrey und Tom Cruise Unsummen mit ihren Filmen verdienten.

Nun aber ergab eine Umfrage unter Produzenten, Agenten und Studio-Managern, dass Hollywood auch heute noch zu einem der besten Arbeitnehmer-Umfeldern gehört. Zumindest für eine Handvoll Filmstars.

Der 20 Millionen Dollar Club ist sehr lebendig

Die magische Nummer in Tinseltown? 20. Wie in 20 Millionen Dollar Gage pro Film! - Die oben genannten Schauspieler zählten einst zu diesem elitären Club, der nach diversen Krisen in der Filmbranche angeblich längst aufgelöst ist. Angeblich…

Nun stellt sich heraus, dass Robert Downey Jr., Leonardo DiCaprio, Sandra Bullock, Angelina Jolie, Denzel Washington und Matt Damon noch heute die magische 20 Millionen Dollar Gage pro Film erreichen. Das berichtet das Branchenblatt #link;das berichtet das Branchenblatt Hollwood Reporter in seiner April-Ausgabe;Hollwood Reporter in seiner April-Ausgabe#.

Die Top-Quote erreicht demnach DiCaprio, der lockere 25 Millionen Dollar für seine – zugegeben exzellente Darstellung – in dem Film "The Wolf of Wall Street" kassiert haben soll. Doch bevor die Kritiker jetzt die Arme über dem Kopf zusammenschlagen bei einer solch horrenden Honorierung für drei Monate Arbeit, die Bezahlung beinhaltete auch sein Produzenten-Gehalt, schreibt der Hollywood Reporter.

Top-Verdienerin Sandra Bullock

Bei den Frauen ist es Sandra Bullock, die sich ein 20-Millionen-Dollar-Lächeln leisten kann. Für ihren Film "Gravity" fädelte ihr Team einen wahrlich spektakulären Deal ein: 20 Millionen für den Film plus 20 Prozent der Einnahmen an der Kinokasse. Mit dieser Vereinbarung kassierte Bullock wohl mehr als 70 Millionen Dollar. Fast schon lächerlich wirkt da ihr Honorar für den Film "The Heat". Bullock musste sich für diese Rolle mit zehn Millionen Dollar Gage zufrieden geben.

Nach dem Erfolg von "American Sniper" und seinen drei Oscarnominierungen als Schauspieler kämpft sich Bradley Cooper langsam aber sicher in den 20-Millionen-Dollar-Club. Für den dritten Teil von "Hangover" kassierte Hollywoods "It-Boy" schon einmal 15 Millionen. Für sein nächstes Engagement verlangt das Team um Cooper die magischen 20 Millionen. In der Branche zweifelt kaum jemand daran, dass er dieses Honorar auch bekommen wird. Gilt Cooper doch derzeit als das "Golden Ticket" an der Kinokasse.

Ben Affleck und Channing Taum könnten sich ebenfalls schon sehr bald in derselben Gagen-Gegend bewegen. Genau wie Action-Talent Dwayne Johnson. Sein Management traut sich noch nicht so ganz an die 20-Millionen-Dollar-Grenze heran und gibt sich derzeit noch mit 15 Millionen Dollar Honorar für einen Film zufrieden. Das soll er als "Hercules" bekommen haben. Für seinen neuen Sommer-Blockbuster "San Andreas" hingegen will Johnson noch mehr Geld verdienen.

Auch in Hollywood gibt es eine Gender Pay Gap

Die Damen der Zunft werden ebenfalls fürstlich bezahlt, auch wenn sich Patricia Arquette bei der Oscar-Verleihung darüber beschwert hatte, dass die Frauen in Hollywood noch immer dem Preisniveau der Männer hinterherhinken. Allen voran die schon beschriebene Bullock. Jolie folgt auf dem Fuße, Melissa McCarthy und Jennifer Lawrence befinden sich mittlerweile ebenfalls in einem Bereich, da sie ihrem Steuerberater 15 Millionen Dollar Umsatz pro Film melden können.

Verändert hat sich in Hollywood in diesen Tagen nur der sogenannte "Backend-Deal". Ein Deal, den Stars wie Cruise oder auch Adam Sandler in den 90er Jahren perfektioniert hatten. Dahinter verbirgt sich eine kleine, aber feine Zusatzklausel im Angestellten-Vertrag, die die Stars an den Umsätzen an der Kinokasse beteiligt.

Ein Unterfangen, das Cruise bei mehreren seiner "Mission: Impossible"-Filmen bis zu 70 Millionen Dollar Umsatz eingebracht hat. "Diese Deals finden heute kaum noch statt", so ein Manager bei Fox. Vielleicht beschweren sich viele Stars auch deshalb und behaupten, Hollywood sei nicht mehr das wert, was es einst war.

Im Vergleich mit der wirklichen Welt hinkt dieser Vergleich wohl ein bisschen. Aber darüber wird jemand wie Robert Downey Jr. oder Leonardo DiCaprio beim besten Willen nicht nachdenken wollen.