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Stern Logo Academy Awards - Die Oscar-Verleihung

Hauptdarsteller-Favoriten: Frances McDormand und Gary Oldman überzeugen Oscar-Jury

Oftmals irrten sich die Buchmacher in den vergangenen Jahren, wenn es darum ging, die besten Hauptdarsteller für die Oscars vorherzusagen. Diesmal nicht: Gary Oldman und Frances McDormand haben triumphiert. Die 50-Jährige nutzte ihre Dankesrede für ein klares Statement.

Sam Rockwell, Frances McDormand, Allison Janney und Gary Oldman bei den Oscars (v.l.n.r.)

Neben den besten Hauptdarstellern Frances McDormand (2.v.l.) und Gary Oldman (r.) erhielten auch Sam Rockwell (l.) und Allison Janney eine Trophäe als beste Nebendarsteller

Picture Alliance

Er begann seine Karriere mit einer Darbietung als Punkrocker Sid Vicious, nun hat die Oscar-Jury mit einem Charakter überzeugt, der kaum gegensätzlicher zu seiner Debut-Rolle sein könnte: Der 59-Jährige wurde bei den 90. Academy Awards in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet". Er setzte sich als Winston Churchill in "Die dunkelste Stunde" gegen namhafte Mitstreiter durch und holte seinen ersten Oscar.

Neben Oldman waren Timothée Chalamet (22, "Call Me by Your Name), (60, "Der seidene Faden"), Daniel Kaluuya (29, "Get Out") und Denzel Washington (63, "Roman J. Israel, Esq. - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit") nominiert.

Glühende Rede von Frances McDormand 

Oldman galt bei den Herren als klarer Favorit, bei den Frauen wurden Frances McDormand, 60, im Vorfeld die besten Chancen ausgerechnet. Wo sich die Buchmacher bei vergangenen Verleihungen gerne irrten, bewiesen sie in diesem Jahr Treffsicherheit. Denn für ihre eindringliche Darbietung in "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" griff McDormand nach dem Golden Globe, Critics' Choice, Screen Actors Guild und BAFTA Award den Oscar ab und setzte sich damit gegen Sally Hawkins (41, "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers"), Margot Robbie (27, "I, Tonya"), Saoirse Ronan (23, "Lady Bird") und Dauerbrenner Meryl Streep (68, "Die Verlegerin") durch.

McDormand war es schließlich auch, die Moderator Jimmy Kimmel, 50, die Aufgabe abnahm, ein klares Statement in Bezug auf die "Me Too"-Debatte abzugeben. Sie forderte in ihrer Dankesrede alle nominierte Frauen auf, sich von ihren Plätzen zu erheben. Regelrecht hyperventilierend hielt sie ein flammendes Plädoyer: "Wir alle haben Geschichten zu erzählen". Kimmel hielt kurz danach beeindruckt fest: "Ich wünschte, ich wäre eine Frau!"

fri / SpotOnNews
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo