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Zeichentrick: Der Schatzplanet

Walt Disneys "Schatzplanet" interpretiert den 1883 geschriebenen Klassiker "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson auf eine neue, galaktische Weise.

Nach "Atlantis" richtet sich auch der Disney-Zeichentrickfilm "Der Schatzplanet" nicht mehr an die ganz kleinen Kinder. Großen Erfolg hatte Disney mit dieser Strategie nicht: Beide Filme sind im Kino gefloppt. Dabei sind sie auf gar keinen Fall schlecht. Der "Schatzplanet" interpretiert den 1883 geschriebenen Klassiker "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson auf eine neue, galaktische Weise. Ron Clement und John Musker erzählen die Geschichte des 15-jährigen Jim Hawkins, der oft Ärger mit der Polizei bekommt. Bis er einen Tages eine geheimnisvolle Kugel findet. Sie enthält eine 3D-Schatzkarte, die den Weg durch die Sterne hin zu einem fernen Planeten weist, auf dem ein legendärer Piratenschatz vergraben ist. An Bord des weltraumtauglichen Schiffes R.L.S. Legacy sticht Hawkins in See. An Bord wird er als Smutje dem Cyborg-Koch John Silver zugeteilt, der anscheinend mit der zwielichtigen Mannschaft zusammen eine Revolte plant.

Hawkins bekommt es im Film mit Schwarzen Löchern und elektrischen Stürmen zu tun. Während der Reise reift der Junge dank seiner Erlebnisse vom Bengel zum verantwortungsvollen Mann. Auf dem Schatzplaneten kommt es natürlich zum großen Finale zwischen den Abenteurern und den modernen Piraten.

Disney erzählt hier eine knallharte Piratengeschichte, die für Kinder unter sechs Jahren auf gar keinen Fall geeignet ist. Wer sich vor den Piraten nicht zu sehr gruselt, staunt über die bombastischen Animationen. Auch der Sound ist absolut erstklassig und lässt das Heimkino dröhnen. Zahllose Extras, darunter zusätzliche Szenen, mehrere Blicke hinter die Kulissen, ein Piratenlexikon und das Musikvideo zu "I'm Still Here" sind ebenfalls auf der Scheibe zu finden.

Carsten Scheibe