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FILMFESTIVAL: Provokanter Film löst Ohnmachtsanfälle aus

Manche Zuschauer mussten ärztlich versorgt werden, einige sogar künstlich beatmet, andere verließen das Kino vorzeitig: Krasse Szenen in dem Film »Irréversible« schockieren das Publikum in Cannes.

Noch vor der Preisvergabe des Filmfestivals von Cannes hat der im Wettbewerb stehende Vergewaltigungs-Streifen »Irréversible« (Unumkehrbar) Empörung und Ohnmachtsanfälle ausgelöst. Der Film des in Paris lebenden Argentiniers Gaspard Noé, in Frankreich bereits angelaufen, habe in Cannes drei Zuschauer ohnmächtig werden lassen, berichtete die Pariser Sonntagszeitung »Le Journal du Dimanche«. 20 Personen, überwiegend Frauen, litten unter Unwohlsein. Mehreren Zuschauern musste nach der offiziellen Vorstellung des Films im Festivalpalais von Cannes mit Sauerstoffgeräten geholfen werden.

Film zeigt extrem lange Vergewaltigung einer Frau

Der provozierende Film »Irréversible« zeigt einen äußerst brutalen Totschlag und die extrem lange Vergewaltigung einer Frau (Monica Bellucci). Frauenfeindlichkeit und Männergewalt sind für den Regisseur »naturgegeben«. Die Pariser Sonntagszeitung nannte den Film, der in Frankreich für Jugendliche unter 16 Jahren verboten ist, trotz des Beifalls für Schauspieler und Regisseur in Cannes ein »Null-Ereignis«. Unerträglich sei nicht die Vergewaltigung an sich, sondern die Länge des Gewaltaktes. »Ein Skandal. Eine Schande. Ihr seid krank«, riefen empörte Zuschauer und verließen den Saal.