Langes Wochenende
Spontane Kurztrips am langen Wochenende

Eines der möglichen Ziele: Bamberg in Franken.
Eines der möglichen Ziele: Bamberg in Franken.
© iStock via Getty/SCStock

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Wer das verlängerte Wochenende zum Tag der Arbeit für einen spontanen Trip nutzen möchte, findet hier Inspiration.

Der Tag der Arbeit fällt in diesem Jahr auf den kommenden Freitag. Somit liegen drei freie Tage vor einem, ohne dass etwas geplant ist? Deutschland hat zahlreiche Schönheiten zu bieten, die ohne wochenlange Vorbereitung begeistern. Hier fünf mögliche Destination, die von vielen Orten in Deutschland aus in wenigen Stunden erreichbar sind und sich für einen Tagesausflug oder ein bis zwei Übernachtungen lohnen.

Görlitz: Die Filmkulisse an der Neiße

Ganz im Osten Sachsens, an der Grenze zu Polen, liegt eine Stadt, die selbst Hollywood schon für sich entdeckt hat. Görlitz blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont. Rund 4.000 Baudenkmale reihen sich in der Altstadt aneinander, vom typisch Görlitzer Hallenhaus bis hin zu Jugendstilfassaden. Filme wie "Grand Budapest Hotel" wurden hier gedreht, weshalb die Stadt augenzwinkernd auch "Görliwood" genannt wird.

Ein Tipp für Aktive: Auf dem Oder-Neiße-Radweg lassen sich entspannte Touren unternehmen.

Quedlinburg: Das Fachwerk-Wunder im Harz

Wem mehr nach mittelalterlicher Atmosphäre ist, sollte sich auf den Weg in den Harz. In Quedlinburg stehen über 2.000 Fachwerkhäuser dicht an dicht, dazu kommt ein einzigartiger Altstadtkern, den die UNESCO als Welterbe geschützt hat. Die Stiftskirche St. Servatii thront seit Jahrhunderten über der Stadt. Hier liegen Heinrich der Erste und seine Frau Mathilde begraben. Wer mehr Zeit hat, kombiniert Quedlinburg beispielsweise mit Wernigerode oder einem Abstecher zum Brocken.

Übrigens: Wer schon in der Nacht zum ersten Mai im Harz unterwegs ist, sollte sich über Hexenkostüme nicht wundern. Die Walpurgisnacht hat hier Tradition.

Wismar: Hanseflair an der Ostsee

Backsteingotik, salzige Meeresluft und ein Hafen, der nach Fisch und Frühling duftet: Wismar ist eine kompakte Hansestadt mit großem Charme. Das historische "Gewölbe", ein rotes Fachwerkhaus, wurde direkt über der Runden Grube gebaut. Der Marktplatz mit Rathaus zeigt den einstigen Reichtum der Hanse, und die Kirchen St. Nikolai und St. Georgen prägen die Silhouette.

Der Alte Hafen ist perfekt für einen entspannten Bummel mit Fischbrötchen in der Hand. Auch die Altstadt von Wismar gehört zum Welterbe der UNESCO.

Bamberg: Klein-Venedig in Franken

Kein Geheimtipp, aber immer noch erstaunlich entspannt: Bamberg im Norden Bayerns. Die Altstadt zählt ebenfalls zum UNESCO-Welterbe, das Alte Rathaus liegt gewissermaßen mitten in der Regnitz, und die bunten Fischerhäuschen am Wasser haben der Stadt den Spitznamen "Klein-Venedig" eingebracht. Bamberg ist außerdem eine Bierstadt. Das berühmte Schlenkerla Rauchbier sollte man unbedingt probieren, wenn man schon hier ist.

Ein zusätzlicher Pluspunkt für spontan Reisende: Noch bis in den Oktober starten stündlich Bootsfahrten auf der Regnitz.

Zittauer Gebirge: Klein, aber fein

Wer lieber Natur als Stadt mag, fährt vielleicht ins Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien. Das Zittauer Gebirge bietet auf wenig Fläche viel Abwechslung. Mit der Zittauer Schmalspurbahn, die seit 1890 fährt, geht es unter anderem vom Zittauer Bahnhof am Olbersdorfer See vorbei bis in den Kurort Oybin mit seiner Burg- und Klosteranlage.

Wanderfreunde finden Sandsteinformationen und können etwa von der Lausche aus den weiten Blicke über die Region genießen.

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