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Keine deutschen Vertreter: Filmfestspiele in Cannes beginnen

Im südfranzösischen Cannes beginnt heute eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt. Am ersten Abend steht der iranische Regisseur Asghar Farhadi im Mittelpunkt des Geschehens - seine beiden Hauptdarsteller dürften ihm aber schon bald die Show stehlen.

Filmfestspiele in Cannes beginnen: Der iranische Regisseur Asghar Farhadi in Paris.

Die Filmfestspiele in Cannes beginnen mit einem Film des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi

AFP

Das Internationale Filmfestival wird heute Abend mit dem neuen Film des iranischen Oscarpreisträgers Asghar Farhadi eröffnet. Der 46-Jährige drehte dafür zum ersten Mal auf Spanisch. Für die Premiere seines Psychothrillers "Everybody knows" werden auf dem roten Teppich auch die beiden Hauptdarsteller Penélope Cruz und Javier Bardem erwartet.

Der Film erzählt von einer Spanierin, die in lebt und für eine Hochzeit in ihre Heimat zurückkehrt. Ihre Tochter ist auch dabei - doch dann verschwindet diese plötzlich spurlos.

"Everybody knows" ist einer von 21 Beiträgen, die in diesem Jahr im Wettbewerb des südfranzösischen Filmfestivals um die Preise konkurrieren. Die höchste Auszeichnung ist die Goldene Palme. Sie wird am 19. Mai für den besten Film vergeben. Vorsitzende der internationalen Jury ist die australische Schauspielerin und Oscarpreisträgerin Cate Blanchett ("Der Herr der Ringe").

Keine deutsche Konkurrenz in Cannes

Deutsche Filmemacher sind dieses Mal nicht im Wettbewerb vertreten. Wim Wenders aber zeigt in einer Sondervorführung seine Dokumentation "Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes". Dafür interviewte der Regisseur ("Der Himmel über Berlin") mehrfach Papst Franziskus und erhielt ungewöhnliche Einblicke in die Arbeit des Vatikans.

Außer Konkurrenz feiert kommende Woche außerdem der neue "Star Wars"-Films seine Weltpremiere. "Solo: A Star Wars Story" zeigt den noch eher unbekannten Alden Ehrenreich als jungen Han Solo. An seiner Seite ist Emilia Clarke ("Game of Thrones") zu sehen.


sve / DPA
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo