HOME

Filmstart "Iron Man 3": Danke, Tony Stark!

Schön war's mit dem genialen Großmaul Tony Stark. "Iron Man 3" bildet den fulminanten Abschluss der "Iron Man"-Trilogie. Hoffentlich bleibt es dabei.

Von Sophie Albers

So wie Johnny Depp mit Captain Sparrow mal eben das Piratentum und die eigene Karriere neu erfunden hat, ist auch Robert Downey Jr. mit seinem Marvel-Helden Tony Stark der ganz große Hollywood-Wurf gelungen. Downey Jr. IST Iron Man.

Anders als Johnny Depp ist er aber hoffentlich klug genug, die Trilogie wirklich Trilogie sein zu lassen. Denn "Iron Man 3" ist nicht nur der letzte Teil, es ist der beste. Der fulminant-würdigste Abgang für einen modernen Superhelden.

Rückkehr mit Wumms

Grund für die Glanzleistung ist - neben Downey Jr.s Tony-Stark-Party und den High-End-Spezialeffekten - der neue Regisseur Shane Black, der einst nicht weniger als "Leathal Weapon" erfunden hat, und zuletzt mit Robert Downey Jr. "Kiss Kiss Bang Bang" gedreht hat. Das war vor acht Jahren. Um so mehr Wumms hat diese Rückkehr.

Tony Stark leidet nach seinem letzten "Avengers"-Abenteuer unter Panikattacken, Schlafstörungen und aufgrund seiner Dauerbastelei auch langsam unter Eheproblemen. Da bedroht plötzlich ein Ultra-Terrorist namens Mandarin Amerikas Frieden mit unerklärlichen Superbomben. Mehr zu sagen, wäre Kinofrevel.

Gegen den Pop-Art-Bin-Laden

Es wird jedenfalls sehr laut, sehr bunt und sehr, sehr lustig, wenn der Iron Man Mittel und Wege finden muss, um sich und sein Land gegen diesen Pop-Art-Bin-Laden zu verteidigen. Die große Leistung ist, dass, wann immer es zu heftig wird, zu existentiell, zu grausam, wenn die Ähnlichkeit mit realen Drohkulissen die der Unterhaltung zu zerstören drohen, das Pendel in die Gegenrichtung schwingt - und das bis zum Anschlag. Immer wieder schrammt "Iron Man 3" an der Ernsthaftigkeit vorbei, so dass der Film weder an Unterhaltungswert noch an Anspruch verliert. Diese Balance-Leistung soll erstmal jemand nachmachen.

Robert Downey Jr. ist in Höchstform, Gwyneth Paltrow und Don Cheadle sind wie immer nett, und Ex-Regisseur Jon Favreau gibt einen noch besseren Happy Hogan. Ben Kingsley aber verpasst dem Ganzen noch einen Löffel Wasabi. Sie werden wissen, was ich meine. So geht Popcorn-Kino.