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Französische Komödie "Paulette" Flaschen sammeln? Gras verkaufen!


Regisseur Jérôme Enrico hat mit seinem neuen Film schon Hunderttausende Franzosen zum Lachen gebracht: Eine 80-Jährige will ihre Rente aufbessern und hat eine gleichsam gefährliche wie lukrative Idee.

Cannabis statt Konfekt: Mit 80 Jahren steigt die ehemalige Konditorin Paulette in den Drogenhandel ein. Doch ihr ausgeprägter Geschäftssinn ist der nicht gerade zimperlichen Konkurrenz ein Dorn im Auge. "Paulette" ist eine Komödie, die von einer wahren Geschichte erzählt. Der französische Regisseur Jérôme Enrico hat die irrwitzige Begebenheit mit viel Humor angereichert - und in Frankreich knapp eine Million Zuschauer zum Lachen gebracht.

Paulette lebt in einem zwielichtigen Pariser Vorort. Von ihrer kleinen Rente kann sie kaum leben, weshalb sie immer verbitterter und rassistischer wird. Eines Tages fällt ihr Marihuana in die Hände - ein unerwarteter Fund, der ihr Leben verändert. Sie steigt in den Drogenhandel ein, den sie zusammen mit ihren Freundinnen zu einem florierenden Geschäft ausbaut. Das Auftauchen der alten Dame rüttelt die mächtigen Hintermänner des lokalen Drogenrings wach, die daraufhin ihr Enkelkind entführen.

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Enrico erzählt die Geschichte mit viel Biss und Humor. Mit der Besetzung hat der Regisseur eine glückliche Hand bewiesen. Bernadette Lafont brilliert in der witzigen Komödie. Die 74-Jährige wurde 2003 mit dem Ehrencésar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Jérôme Enrico ist der Sohn des Regisseurs Robert Enrico, der für den Kurzfilm "An Occurrence at Owl Creek Bridge" 1962 mit der Goldenen Palme und dem Oscar ausgezeichnet wurde. Sohn Jérôme hat in mehreren Filmen seines Vaters als Schauspieler mitgewirkt, ehe er im Jahr 2000 mit dem Film "L'origine du monde" (Der Ursprung der Welt) sein Regiedebüt feierte.

juho/Sabine Glaubitz, DPA DPA

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