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"Time's Up" bei den Bafta-Awards: Herzogin Kate entschied sich gegen die Farbe Schwarz - und das hat einen guten Grund

Jennifer Lawrence, Angelina Jolie, Margot Robbie: In Solidarität mit der "Time's Up"-Initiative trugen die Stars bei den Bafta-Awards schwarz. Nur eine hielt sich nicht an den Dresscode: Herzogin Catherine.

Herzogin Kate und Prinz William

Ihre Robe von Jenny Packham war grün, die Accessoires schwarz. Herzogin Kate wurde für ihre Kleiderwahl kritisiert. Dabei befolgte sie nur das royale Protokoll. 

Getty Images

Die nächste große Preisverleihung - der nächste große Protest. Um sich mit Frauen und der "Time's Up"-Initiative zu solidarisieren, erschienen die meisten weiblichen Stars bei den diesjährigen Bafta-Awards in schwarzen Roben. Herzogin Catherine und Prinz William kommen regelmäßig zu der feierlichen Zeremonie. Doch in diesem Jahr sorgte die 36-jährige Kate für Enttäuschung - denn sie entschied sich gegen den inoffiziellen Dresscode und für eine grüne Empire-Robe der britischen Designerin Jenny Packham. 

Große Enttäuschung über Herzogin Kates Kleiderwahl

Viele Fans hatten darauf gehofft, die Herzogin würde ein klares Statement setzen. Doch was manche offenbar nicht wussten: Die britischen Royals folgen einem strengen Protokoll. Und das besagt nicht nur, dass sich Mitglieder der Königsfamilie aus politischen Belangen weitestgehend raushalten sollten, sondern auch, dass Schwarz eine Farbe für traurige Anlässe und Beerdigungen ist. Auf Twitter wurde die Frau von Prinz William trotzdem kritisiert. "Natürlich muss die Royal Family aufpassen, aber sie tragen Blumen, Militärarmbänder und Broschen um diesen oder jenen Anlass zu unterstützen. Ich bin mir sicher, Kate ist Gleichberechtigung wichtig, aber indem sie die Farbe ignoriert, deutet sie das Gegenteil an", schrieb eine Nutzerin in dem sozialen Netzwerk. Eine andere wies darauf hin, dass die Herzogin von Cornwall, Camilla, sich durchaus zu dem Thema geäußert hätte. "Wenn ihre Schwiegermutter, die Herzogin von Cornwall, sich öffentlich gegen sexuelle Belästigung stark machen und das Problem thematisieren kann, könnte Kate auch ein schwarzes Kleid tragen", beschwerte sie sich. 

Eine Nutzerin kommentierte, Kate würde Politik und soziales Engagement verwechseln. Schließlich sei "Time's Up" keine politische Initiative, sondern eine von Frauen ins Lebens gerufene Hilfsorganisation.

Kensington Palast wollte sich nicht äußern

Andere verteidigten die schwangere Catherine. Schließlich habe sie eine dunkle Farbe gewählt und dazu schwarze Accessoires kombiniert - einen schwarzen, zarten Gürtel, sowie dunkle Schuhe und eine schwarze Clutch-Tasche. So hätte sie das königliche Protokoll befolgt und im gleichen Zuge die Initiative gewürdigt. "Lasst uns einander aufbauen und nicht runtermachen. Sie ist hochschwanger, legt euch besser nicht mit den Hormonen an", kommentierte eine Userin. 

Der Kensington Palast wollte die Kleiderwahl der Herzogin nicht kommentieren. Neben den Gewinnern des renommierten Preises (größter Abräumer des Abends war der Film "Three Billboards Outside of Ebbing, Missouri" mit fünf Awards) war "Time's Up" das alles beherrschende Thema der Baftas. Denn in Großbritannien wurde gerade erst ein ähnlicher Hilfsfonds von Schauspielerin Emma Watson gegründet. Unterstützt von fast 200 Stars, soll die neue Initiative Geld sammeln, um Opfer sexueller Gewalt zu unterstützen. Watson gab den Startschuss für die Organisation, indem sie eine Million Pfund spendete. In einem Brief, den der britische "Guardian" veröffentlichte, rufen sie Frauen und die Filmindustrie zu Solidarität auf.


ls