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Sean Connery als 007 "Er hat im Grunde eine Frau vergewaltigt": Das sagt Regisseur Fukunaga über James Bond

James Bond
Daniela Bianchi und Sean Connery in dem Film "Liebesgrüße aus Moskau" aus dem Jahr 1963.
© Courtesy Everett Collection/ / Picture Alliance
Cary Fukunaga ist der erste Amerikaner, der bei einem Film der James-Bond-Reihe Regie führt. In einem Interview hat er nun deutlich gemacht, was er von der Figur hält.

Kommende Woche kommt "Keine Zeit zu sterben" weltweit in die Kinos. Es ist bereits der 25. Teil der "James Bond"-Reihe, dazu der fünfte und letzte mit Daniel Craig als Geheimagent mit der Lizenz zum Töten. Kurz vor dem Start hat Regisseur Cary Fukunaga in einem Interview über den Film gesprochen - und über das Problem, die Abenteuer des Frauenhelden in der Post-MeToo-Ära zu erzählen.

Das Erbe der alten James-Bond-Filme lastete schwer auf der Reihe. Insbesondere die Filme der 1960er Jahre legten mehr Wert auf möglichst viele Bettgeschichten denn auf Einvernehmlichkeit beim Geschlechtsverkehr. So sieht es auch Fukunaga: "Ist es in 'Thunderball' oder 'Goldfinger', wo der von Sean Connery gespielte Charakter im Grunde eine Frau vergewaltigt?", fragt der Regisseur, der unter anderem durch die Fernsehserie "True Detective" bekannt geworden ist, im Gespräch mit dem Filmmagazin "Hollywood Reporter". "Sie sagt 'Nein, nein, nein", und er 'Ja, ja, ja.'" Das könne man heute nicht mehr bringen.

Wird James Bond monogam?

Dennoch muss Fukunaga mit dem Erbe arbeiten: "Du kannst nicht Bond über Nacht ändern, aber du kannst die Welt um ihn herum verändern." Und so wird 007 im neuen Film zunächst eine feste Frau an seiner Seite haben: die von Léa Seydoux gespielte Madeleine Swann - die er bereits im vorherigen Film "Spectre" kennen und lieben gelernt hatte. 

Fukunaga ist der erste Amerikaner, der bei einem Film der Reihe Regie führt. Eigentlich war der Brite Danny Boyle ("Trainspotting", "Slumdog Millionaire") verpflichtet, der beendete jedoch die Arbeit aufgrund künstlerischer Differenzen. Wie sein Nachfolger Fukunaga das Erbe des berühmten Agenten weitergeführt hat, das wird die Welt kommenden Dienstag erfahren. Dann findet die Weltpremiere von "Keine Zeit zu sterben" in London statt. Doch schon jetzt ist klar: Betthäschen und Bond-Girls wird es nicht geben.

Verwendete Quelle: "Hollywood Reporter"

che

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