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Kino: Deutscher Film dank "Good bye, Lenin!" im Aufwind

Dank des Kassenschlagers "Good bye, Lenin!" ist der deutsche Film weiter im Aufwind. Auch "Das fliegende Klassenzimmer" und "Anatomie 2" trugen zum Erfolg bei.

Der deutsche Film ist dank des Kassenschlagers «Good bye, Lenin!» weiter im Aufwind. Mit einem Marktanteil von 16,1 Prozent verzeichneten die einheimischen Kino-Produktionen im ersten Halbjahr 2003 das beste Ergebnis der vergangenen sechs Jahre. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Anteil deutscher Filme bei 13,1 Prozent, teilte die Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin mit. Trotz des Erfolgs deutscher Filme mussten die Kinobetreiber im ersten Halbjahr insgesamt sinkende Besuchs- und Umsatzzahlen hinnehmen.

Rückgang um elf Prozent

Von den insgesamt 11,3 Millionen Besuchern deutscher Kinofilme sahen allein mehr als die Hälfte Wolfgang Beckers DDR-Komödie «Good bye, Lenin!». Erfolgreich waren außerdem «Das fliegende Klassenzimmer» und «Anatomie 2». Mit 71,3 Millionen Kinogängern (Vorjahreszeitraum 80,4) verzeichneten die Filmtheater ein Minus von 11,3 Prozent. Der Umsatz ging um 12,5 Prozent auf 414,5 Millionen Euro zurück. Dabei ist die Situation in Ostdeutschland besser, wo es im ersten Halbjahr einen Besucherrückgang von nur 5 Prozent gab.

Jahrhundertsommer fegt die Kinos leer

Gründe für den Besucherrückgang seien die außergewöhnliche Wetterlage mit dem Jahrhundertsommer und das weitaus schwächere Filmangebot als im vorigen Halbjahr. Aber auch die allgemeine wirtschaftliche Situation mit ihren rezessiven Auswirkungen und die digitale Piraterie mit den Spielfilm-Vervielfältigungen sind laut FFA verantwortlich für das schlechte Ergebnis. Der durchschnittliche Eintrittspreis für eine Kinokarte ging von 5,89 Euro auf 5,81 Euro zurück.

Deutsche Filme als Exportschlager

Bemerkenswert sind laut FFA auch die Auslandsergebnisse deutscher Produktionen: «Nirgendwo in Afrika» wurde in 73 Länder, «Good bye, Lenin!» in 62 und «Bella Martha» in 56 Länder verkauft. Dabei werde nicht nur in Deutschland, sondern beispielsweise auch in Frankreich mit 87,8 Millionen Zuschauern und einem Minus von 9,3 Prozent ein erheblicher Besucherrückgang im ersten Halbjahr festgestellt. Ähnliches gelte für die USA mit einem Minus von 6 Prozent, erklärte die FFA.

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