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Neu im Kino: Großes Kino zwölf Meter unter der Erde

Diese Woche gibt es Feel-Good-Filme mit und ohne Tränen. Wenn Sie es lieber skurril-witzig mögen, ist "Familie zu vermieten" Ihr Ding. Das große Kino der Woche bietet allerdings "10 Cloverfield Lane". Wenn auch ganz anders als erwartet.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Mary Elizabeth Winstead als gefangene Michelle in "10 Cloverfield Lane"

Mary Elizabeth Winstead als gefangene Michelle in "10 Cloverfield Lane" 

Eddie the Eagle - Alles ist möglich


Wen Sie kennen könnten: die Darsteller ("Prisoners") und Taron Edgerton ("Kingsman: The Secret Service")

Die Geschichte in einem Satz: Michael ist schon immer ein Verlierer gewesen, hat sich aber nie unterkriegen lassen, und als er den Skisprung-Trainer Bronson trifft, macht sich das ungleiche Team daran, es allen so richtig zu zeigen.
Geschwister im Kinoversum: "Cool Runnings - Dabei sein ist alles"
Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil Sie in Tagen wie diesen, da man beim Lesen der Nachrichten den Glauben an das Gute im Menschen zu verlieren droht, einfach einen Film sehen möchten, in dem alles irgendwie okay ist. Kino verleiht Flügel. Fragen Sie Eddie!

10 Cloverfield Lane


Wen Sie kennen könnten: die Darsteller   ("Big Lebowski") und Mary Elizabeth Winstead ("Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt") 

Die Geschichte in einem Satz: "Draußen lauert der  ", sagt der alte Mann zu der jungen Frau, die er in einem Bunker zwölf Meter unter der Erde gefangen hält, aber sie will nur eins: raus!

Geschwister im Kinoversum: "Cloverfield"
Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil John Goodman und Mary Elizabeth Winstead all denen, die auf eine simple Fortsetzung des Horrorfilm-Hits "Cloverfield" von 2008 gehofft haben, ein brillantes Psychokammerspiel vorsetzen, das sich von der "Gefundenes Material"-Prämisse verabschiedet hat, dafür aber alle Erwartungen übertrifft. Und damit nicht genug: In "10 Cloverfied Lane" steckt auch eine Geschichte der Rebellion gegen das vermaledeite Patriarchat.

Im Himmel trägt man hohe Schuhe


Wen Sie kennen könnten: die Darstellerinnen Drew Barrymore ("Charlies Engel") und Toni Collette ("Velvet Goldmine") 

Die Geschichte in einem Satz: Zwei Frauen sind seit Kindertagen befreundet, verlieren sich aus den Augen, finden sich wieder, und eine wird schwerkrank.
Geschwister im Kinoversum: "Freundinnen" oder auch "Grüne Tomaten"
Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil Bette Middler/ Barbara Hershey und Mary Stuart Masterson/ Mary-Louise Parker schon so lange her sind? Oder weil Sie mit Ihren Freundinnen die Kraft der weiblichen Freundschaft ein weiteres Mal feiern wollen? BFFs für immer!

Familie zu vermieten


Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Benoît Poelvoorde ("Das brandneue Testament") und Virginie Efira ("Birnenkuchen mit Lavendel") 

Die Geschichte in einem Satz: Der melancholische Millionär Paul-André wünscht sich eine Familie, die alleinerziehende Mutter Violette braucht Geld: gelungenes Match - naja, fast.
Geschwister im Kinoversum: "Die anonymen Romantiker"
Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil es immer ein großes Vergnügen ist, Benoît Poelvoorde bei der Arbeit zuzusehen. Und im Zusammenspiel mit Virginie Efira sprühen wirklich die Funken. Da stört die etwas stark hingebogene Geschichte auch nicht weiter.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo