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Neu im Kino: Warum so obszön, Melissa McCarthy?

Das Große-Studio-Material "The Boss" und "Gods of Egypt" ist so beeindruckend lieblos, dass endlich mal die kleineren Neustarts eine Chance haben: "Die Kommune" und "Der Schamane und die Schlange". 

Von Sophie Albers Ben Chamo

Melissa McCarthy und Kristen Bell in "The Boss"

"Sie war's!" "Nein, sie!" Melissa McCarthy und Kristen Bell in "The Boss"

Der Schamane und die Schlange

Ein alter Indianer in "Der Schamane und die Schlange"


Wen oder was Sie kennen könnten: den Amazonas

Die Geschichte in einem Satz: Anfang des 20. Jahrhunderts rettet der Schamane eines Indianerstammes am Amazonas einem deutschen Forscher das Leben, woraufhin 30 Jahre später ein weiterer Wissenschaftler auftaucht, um dem Dschungel seine Geheimnisse zu entlocken.

Geschwister im Kinoversum: "Das Salz der Erde" oder auch "Die Vermessung der Welt"

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil er Sie optisch umhauen wird. Und weil Sie es genießen, sich von fremden Welten und Geschichten mitreißen zu lassen.

The Boss

Kristen Bell und Melissa McCarthy in "The Boss"


Wen Sie kennen könnten: die Darstellerinnen Melissa McCarthy ("Spy") und Kristen Bell ("Veronica Mars")

Die Geschichte in einem Satz: Michelle ist eine der reichsten und fiesesten Frauen Amerikas, bis sie wegen Insiderhandels alles verliert und bei ihrer ehemaligen Assistentin auf dem Sofa unterkommt.

Geschwister im Kinoversum: "Spy"

Warum Sie den Film nicht unbedingt sehen müssen: Es gibt Filme, da erschreckt man sich über das Lachen der anderen. "The Boss" fängt eigentlich ganz gut an, verliert sich dann aber in völlig unmotivierter Obzsönität und gnadenlos belangloser Gewalt. Spaß macht das nicht, Melissa McCarthy dabei zuzusehen, wie sie vom Adam Sandler in miserabler Form zum Möchte-gern-Borat absteigt. Da hilft nicht mal Peter Dinklage als durchgeknallter Ex-Lover.

Die Kommune

Trailerpremiere: "Die Kommune": Tausche Ehealltag gegen Hippie-Lifestyle


Wen Sie kennen könnten: Regisseur Thomas Vinterberg ("Die Jagd", "Das Fest")

Die Geschichte in einem Satz: Kopenhagen in den 70ern: Erik und Gattin Anna gründen in einer vornehmen Villa eine Kommune und genießen das lockere Leben mit Partys und freier Liebe, bis Letzteres dann eben doch Konsequenzen hat.

Geschwister im Kinoversum: "Die Jagd"

Warum Sie den Film sehen müssen: Weil Sie ein Fan von Thomas-Vinterberg-Filmen sind. Weil Sie sich für menschliche Emotionen interessieren - im Guten wie im Schlechten. Und weil es ziemlich beeindruckend ist, wie aus einer fröhlichen Komödie nach und nach ein schmerzhaftes Drama wird. Trine Dyrholms Auftritt als Anna werden Sie so schnell nicht vergessen.

Gods of Egypt

Trailerpremiere "Gods of Egypt": Game-of-Thrones-Star trifft auf ägyptische Götter

Wen Sie kennen könnten: Gerard Butler ("300") und Nikolaj Coster-Waldau ("Game of Thrones")

Die Geschichte in einem Satz: Set attackiert seinen Bruder Horus bei dessen Krönung, reißt ihm die Augen raus und unterjocht Ägypten, doch ein kleiner Dieb hilft dem blinden Gott wieder auf die Beine für den Kampf gegen das Böse.

Geschwister im Kinoversum: "Jupiter Ascending"

Warum Sie den Film unbedingt sehen müssen: Weil Sie ein Trashfest zu schätzen wissen, denn dieses respektlose CGI-Massaker toppt wirklich alles. Ägyptische Mythologie? Irgendwas mit Pyramiden. Darsteller der Götter vom Nil? Ein Schotte und ein Däne (auch der Rest des Hauptcast ist europäisch). Scham- und Schmerzgrenze? Nach oben offen! Bäääm, bäääm, BÄÄÄM!