KOMÖDIE Chocolat


Im Frankreich der 50er Jahre kann eine Chocolaterie noch die Gemüter erregen. Besonders, wenn die bildhübsche Juliette Binoche sie leitet und Johnny Depp verzaubert.

Frankreich im Jahre 1959. Im Städtchen Lansquenet-sous-Tannes wacht der sittenstrenge Bürgermeister Comte de Reynaud über die Moral seiner Schäfchen. Da kann es nicht in seinem Sinne sein, dass der eisige Nordwind die hübsche Vianne (Juliette Binoche) zusammen mit ihrer vaterlosen Tochter Anouk in sein Städtchen weht. Zumal sie schon bald eine Chocolaterie eröffnet – mitten in der Fastenzeit.

Der Bürgermeister beginnt zu intrigieren. Trotzdem schleichen sich die Bürger des Örtchens neugierig in die Chocolaterie. Und Vianne kann helfen. Bei einem Pärchen weckt sie mit Kakao und Chili die lang verebbte Liebeslust. Der als verrückt geltenden Josephine (Lena Olins) hilft sie sogar dabei, sich von ihrem brutalen Mann zu lösen. In ihrer brummigen Vermieterin Armande (Grande Dame Judi Dench) findet sie eine neue Freundin. Doch die kleine Enklave der Toleranz und der kleinen Freunden gerät in Gefahr, als »Flussratten« am Ufer anlegen. Als sich Vianne mit dem Flussvagabunden Roux (Johnny Depp) anfreundet, eskaliert die Situation.

»Chocolat« ist ein ungewöhnlicher Film. In der Verfilmung des Buches von Joanne Harris stecken so viele famose Ideen, gelungenen Dialoge und kleine Gesten, dass es eine Freude ist, den bis in die letzte Nebenrolle famos agierenden Schauspielern zuzusehen.

Die DVD zum Film bietet einen Regiekommentar, ein Making of und den offiziellen Trailer. Interessant sind geschnittene Szenen sowie Dokumentationen über das Kostüm- und Produktionsdesign. Lesenswert sind die Texttafeln mit Rezepten: Da kann sich jeder Zuschauer bald selbst als Schokoladenkoch beweisen. Vier Songs aus dem Soundtrack können abgespielt werden.

Chocolat: Bildschirm: 1,85:1; Laufzeit: 121 Minuten


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