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Städtevergleich: So hoch müsste der Mindestlohn sein, um nicht Hartz IV zu bekommen

Das Leben in deutschen Städtchen ist teuer. Da reicht der Mindestlohn oft nicht aus und die Geringverdiener müssen mit Hartz IV aufstocke. Die Hans-Böckler-Stiftung hat nun untersucht, wie hoch der Mindestlohn sein müsste, um dies zu verhindern. 

Ohne Hartz IV-Aufstockung reicht der Mindestlohn von aktuell 8,84 Euro laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung in vielen Großstädten nicht zum Leben aus. Zwar hat der Mindeststundensatz zu deutlichen Lohnsteigerungen bei Geringverdienern geführt, die Zahl der Hartz IV-Aufstocker ist aber kaum gesunken. Ein Grund dafür sind die steigenden Mietkosten in vielen Städten. In insgesamt 19 der 20 größten Städte Deutschlands müsste der Mindestlohn dementsprechend über 8,84 Euro liegen – einzig in Leipzig reicht er aktuell aus.

Wie die Grafik von Statista zeigt, müssten Beschäftigte laut der Untersuchung in München mindestens 12,77 Euro pro Stunde verdienen, um die Lebenshaltungskosten zu decken. In Köln sind es 11,20 Euro. Knapp zehn Euro müsste der Mindestlohn in Düsseldorf, Dortmund und Hannover betragen.

Statista