HOME

KOMÖDIE: Heartbreakers

Max und Page sind Mutter und Tochter, die auf raffinierte Art Männern den Kopf verdrehen und sie nach Strich und Faden ausnehmen. 14 Männer haben die Heiratsschwindlerinnen auf die Weise erleichtert.

Max (Sigourney Weaver) ist eine eingefleischte Heiratsschwindlerin. Sie macht die Kerle so richtig heiß, verspricht ihnen Sex aber erst nach der Hochzeit. Wenn sie dann nach der Trauung schnarchend einschläft, entlädt sich der Druck der Männer stets auf die vorberechnete Weise: Sie gehen mit der extrem scharfen Page (zum Anbeißen: Jennifer Love Hewitt) ins Bett. Page ist aber Max Tochter und gemeinsam sind die beiden das Duo Infernale der High Society.

14 mal haben sie es bereits binnen kürzester Zeit zur Scheidung und zur lukrativen Abfindung gebracht. Jetzt soll aber Schluß sein für Page, die auf eigenen Füßen stehen möchte. Einen letzten Coup erbettelt sich die Mutter, einen ganz großen. Und ab geht es nach Palm Beach in Florida, um einen richtig reichen Millionär abzuzocken. Die Wahl fällt auf einen asthmatisch hustenden Raucherbaron (Gene Hackman in einer Paraderolle), der kurz vor dem Abnippeln steht.

Regisseur David Mirkin nutzt die Spielwut seiner beiden Hauptdarstellerinnen, um eine leichtfüßige Komödie zu inszenieren, bei der ein ganzes Gagfeuerwerk gezündet wird. Die Melange aus Witz und Erotik kommt an. Kurzweilig vergeht der Film wie im Nu, wenn Max gezwungen wird, für ihren hustenden Lover lachend die ekligsten Dinge zu tun, während Page versehentlich die Liebe ihres Lebens kennenlernt und zum ersten Mal mit geschlossenen Augen küsst.

Der Film schafft es, die Frauen zu wahren Heldinnen zu machen, die sich mit Charme, Sex und fiesen Tricks selbst noch ihr Hotelzimmer erschnorren, während die Männer als sexgeile Idioten eindeutig die schlechtere Figur abgeben. Eine perfekte Antwort auf den Steve-Martin-Ganovenfilm »Zwei hinreißend verdorbene Schurken«.

Zu den DVD-Extras gehören ein Blick hinter die Kulissen, Produktionsnotizen und Statements vom Cast und der Crew.

Bild: 1,78:1, FSK: ab 12 Jahren, Laufzeit: 119 Min

Carsten Scheibe

Themen in diesem Artikel