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Filmpreis: Weil keine Filme veröffentlicht werden – Oscar-Academy erarbeitet offenbar Notfallplan

Auch Hollywood ist von der Corona-Krise betroffen. Dreharbeiten wurden gestoppt oder beginnen gar nicht erst. Das hat offenbar auch Folgen für die Award-Season und die Oscars. 

Oscar-Verleihung während der Corona-Krise

Die Gewinnerinnen in diesem Jahr, Laura Dern und Renée Zellweger, bei den Oscars

Picture Alliance

Die Corona-Krise trifft so gut wie jede Branche hart. Auch Hollywood liegt gerade fast komplett lahm. Dreharbeiten wurden abgebrochen oder bis auf Weiteres verschoben, genauso Filmpremieren wie die des neuen James-Bond-Streifens "Keine Zeit zu sterben".

Oscars während der Corona-Krise 

Nun muss offenbar auch die Oscar-Academy reagieren. Laut der britischen Zeitung "The Sun" steht die Academy vor der schwersten Entscheidung der 93-jährigen Geschichte. Denn um eine Absage der prestigereichen Veranstaltung zu verhindern, sollen die Verantwortlichen an einem Notfall-Plan arbeiten. Der beinhalte eine Verschiebung der Verleihung um vier Monate. Die großen Studios seien laut der "Sun" darüber informiert worden, dass sie dadurch ein größeres Zeitfenster hätten, um Filme ins Rennen zu schicken.

Wie ein Insider dem Blatt verrät, seien schlicht zu viele Veröffentlichungen in diesem Jahr schon verschoben worden. "Es gäbe eine Meuterei, wenn keine Änderungen vorgenommen würden, und die Branche könnte völlig verwüstet werden, wenn die Filmstudios ihre Angebote bis zur Zeremonie 2022 zurückhalten müssten, um sich für die Oscar-Verleihung zu qualifizieren", so die Quelle. 

Ende Mai oder Anfang Juni

Das bedeutet, die Verleihung könne auf Ende Mai oder Anfang Juni verschoben werden, sodass auch noch Filme berücksichtigt werden können, die Anfang 2021 veröffentlicht werden. Auch möglich ist, dass Filme mit ins Rennen gehen, die wegen der Corona-Krise direkt auf Streamingplattformen erschienen sind.

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Der Oscar ist der wichtigste Filmpreis der Branche und findet normalerweise im Februar oder Anfang März jedes Jahres statt. In diesem Jahr sorgte der Film "Parasite" für die größte Überraschung bei den Academy Awards. Die südkoreanische Gesellschaftssatire gewann den Oscar als bester "Internationaler Feature Film", Regisseur Bong Joon Ho den Goldjungen für die beste Regie und das beste Original-Drehbuch und zu guter Letzt den Oscar als bester Film - ein historischer Sieg. "Parasite" ist der erste nicht-englischsprachige Film, der in dieser Kategorie den Oscar gewinnen konnte.

Quelle: "The Sun"

ls