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Stern Logo Academy Awards - Die Oscar-Verleihung

Beste Nebendarsteller: Sam Rockwell und Allison Janney gewinnen erste Oscars

Ein rassistischer Cop und eine herrische Mutter: Sam Rockwell und Allison Janney haben in ihren Nebenrollen überzeugt. Die Stars durften bei den 90. Acedemy Awards jeweils ihre ersten Goldjungen mit nach Hause nehmen.

Sam Rockwell jubelt über seinen Oscar

Sam Rockwell konnte als Officer Jason Dixon in "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" auch die Oscar-Jury überzeugen

Picture Alliance

Die Nebendarsteller-Kategorie ist traditionell eines der ersten Highlights, denen am Oscar-Abend entgegen gefiebert wird. Vorjahressiegerin Viola Davis (52, "Fences") kürte den Gewinner zwischen Richard Jenkins (70, "Shape of Water"), Woody Harrelson (56, "Three Billboards"), Christopher Plummer (88, "Alles Geld der Welt"), Willem Dafoe (62, "Das Florida Project"), (49, "Three Billboards").

Zwar ist Plummer mit seinen 88 Jahren der älteste Schauspieler der langen Oscar-Geschichte, der je für einen Goldjungen nominiert wurde, doch davon ließ sich die Jury nicht beeinflussen. Sie vergab den Preis an den jüngste Star im Angebot: Sam Rockwell schnappte sich für seine Darbietung eines rassistischen Cops in "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" den ersten Oscar des Abends. Ausgesprochen charmant dankte er dabei nicht nur seinen Liebsten, er dankte jedem einzigen der Mitnominierten und bezeichnete sie allesamt als seine Vorbilder.

"Ich habe das alles alleine geschafft!"

Mahershala Ali, 44, der im vergangenen Jahr für "Moonlight" gewinnen konnte, tat es Davis knapp eineinhalb Stunden später gleich und präsentierte die "Beste Nebendarstellerin". Mary J. Blige, 47, die sogar in zwei Kategorien ("Bester Song" für "Mudbound") nominiert war, trat gegen Allison Janney (58, "I, Tonya"), Lesley Manville (61, "Der seidene Faden"), Laurie Metcalf (62, "Lady Bird") und Octavia Spencer (45, "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers") an.

Mehrere Favoritinnen gab es hier in diesem Jahr, eine davon setzte sich auch durch: Janney, die in "I, Tonya" die herrische Mutter von Hauptdarstellerin Margot Robbie, 27, mimt, stach die Konkurrenz aus und gewann ihren ersten Oscar. Selbstbewusst begann sie ihre Dankesrede mit: "Ich habe das alles alleine geschafft!". Lange konnte sie ihr Lachen aber nicht verbergen und dankte schließlich dem gesamten Cast des Dramas.

fri / SpotOnNews
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo