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PREMIERE: Ein Mordsspektakel

Bombenstimmung vor Hawaii: Über 2.000 Gäste feierten die Premiere des Kriegsfilms »Pearl Harbor« zünftig auf einem Flugzeugträger.

Auf dem Flugzeugträger »John C. Stennis« vor Pearl Harbor hat der Disney-Konzern die Premiere seines Films »Pearl Harbor« gefeiert. Unter den 2.000 Gästen waren am Montag auch hochrangige US-Offiziere und Überlebende des japanischen Angriffs vom 7. Dezember 1941. Damals wurden 2.400 US-Soldaten getötet. Der Angriff war der Auslöser für den Kriegseintritt der USA.

Elf Millionen Mark kostete die Premierenfeier

In dem Film gehe es gar nicht so sehr um die USA und Japan, sagte Schauspieler Ben Affleck. Er zeige vielmehr, welch schrecklicher Preis für einen Krieg gezahlt werden müsse. Disney ließ sich die Veranstaltung mit Feuerwerk, einer Open-Air-Aufführung und aufwendigen Klangeffekten rund fünf Millionen Dollar (elf Millionen Mark - sechs Millionen Euro) kosten.

»Pearl Harbor« beleuchtet die historischen Ereignisse am Schicksal zweier amerikanischer Piloten - gespielt von Affleck und Josh Hartnett -, die sich beide in die gleiche Krankenschwester (Kate Beckinsale) verlieben. Der Film, dessen Produktion 140 Millionen Dollar (313 Millionen Mark - 160 Millionen Euro) gekostet hat, kommt am Freitag in die amerikanischen Kinos.

»Es ist Unterhaltung, eine Liebesgeschichte«

Mitte Juli soll »Pearl Harbor« auch in Japan anlaufen. Die Verleiher gehen davon aus, dass er trotz des heiklen Themas auch dort ein Erfolg wird. Der Film mache keine politische oder soziale Aussage, erklärt Yoko Kishi von Buenavista International Japan. »Es ist Unterhaltung, eine Liebesgeschichte.«

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