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Robin Williams Ermittler schildern Umstände seines Todes


Schnell war nach dem Tod von Robin Williams durchgesickert, dass der Oscar-Preisträger sich das Leben genommen hat. Nun haben die Ermittler Details über den Suizid des 63-Jährigen enthüllt.

Nach dem Tod von Robin Williams haben die Ermittler bei einer Pressekonferenz in Tiburon ein Fremdverschulden ausgeschlossen. Es gebe keinerlei Hinweise für einen Kampf oder andere Auswirkungen von außen, teilte der Vize-Chef der Gerichtsmedizin, Keith Boyd, im Wohnort des Hollywoodstars in Kalifornien mit.

Die Ermittler schilderten auch die genaueren Umständes von Williams' Tod: Demnach hatte seine Frau Susan Schneider ihn zuletzt am Abend gegen 22 Uhr gesehen, als sie in einem anderen Zimmer als er ins Bett gegangen sei. Am nächsten Tag habe sie um 10.30 Uhr das Haus verlassen und gegalubt, ihr Mann würde noch schlafen. Eine halbe Stunde später habe Williams' Assistent an die Tür des Filmstars geklopft und, als er keine Antwort bekam, die Tür geöffnet. Er habe den 63-Jährigen leblos gefunden und den Notruf gewählt.

Totenstarre hatte bereits eingesetzt

Der herbeigerufene Notdienst habe Williams in einer sitzenden Position vorgefunden und deutliche Hinweise darauf, dass er sich selbst erdrosselt habe. Die Totenstarre habe zu dem Zeitpunkt bereits eingesetzt.

Williams litt seiner Sprecherin zufolge schon seit Längerem unter schweren Depressionen, war lange alkoholsüchtig gewesen und hatte früher auch Rauschgift genommen. Nach seinem plötzlichen Erfolg als Fernsehkomiker Ende der 70er-Jahre hatte er nach eigenen Angaben viel Kokain und Alkohol konsumiert.

Ermittlungen dauern noch an

2006 war er nach langer Abstinenz rückfällig geworden. Der Schauspieler legte eine Drehpause ein und ging erneut in Behandlung. Erst Anfang Juli hatte er sich noch einmal in eine Therapie begeben, "für den Feinschliff", wie er es selbst nannte.

Boyd äußerte sich nicht dazu, ob ein Abschiedsbrief gefunden wurde und verwies darauf, dass die Ermittlungen andauerten. Die Obduktion war am Dienstagvormittag (Ortszeit) vorgenommen worden. Noch könne nicht gesagt werden, ob Williams Drogen im Blut hatte. Der Abschlussbericht soll erst in zwei bis sechs Wochen vorliegen.

mad/AFP/DPA DPA

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