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Anlässlich der Doku "Robin's Wish" Getrennte Betten und sein größter Wunsch: Witwe von Robin Williams spricht über Eheleben

US-Schauspieler Robin Williams und Susan Schneider 2010 in Los Angeles
US-Schauspieler Robin Williams und Susan Schneider 2010 in Los Angeles
© Paul Buck/ / Picture Alliance
Am 1. September ist die neue Doku "Robin's Wish" erschienen: Sie thematisiert das Leben von Robin Williams. Anlässlich dessen hat seine Witwe in einem Interview Details zu ihrem Eheleben preisgegeben. 

Diese Nachricht schockierte Fans und Weggefährten: Robin Williams nahm sich 2014 sein Leben, das durch eine Krankheit eingeschränkt war. In der Dokumentation "Robin’s Wish", für die es noch keinen deutschen Veröffentlichungstermin gibt, ist genau diese Krankheit Thema. Unter anderem kommt in dem Film auch Witwe Susan Schneider Williams zu Wort und erklärt, wie diese die motorischen und mentalen Fähigkeiten des Schauspielers beeinträchtigte.

Es war die Diagnose der Lewy-Körper-Demenz, die den Komiker aus der Bahn warf. Susan Schneider Williams berichtet gegenüber dem Sender "NBC News", dass der Humor aber bis zum Schluss "seine Geheimwaffe" blieb. "Er injizierte ein kleines bisschen Humor. Gerade genug, um einen Unterschied zu machen." Williams brachte nicht nur andere zum Lachen, sondern auch sich selbst, sagt sie. Die Demenzerkrankung sei aber zu stark gewesen.

Sie sei zwar "erleichtert" gewesen, als sie "endlich wusste, um was es sich gehandelt hat", sagt Schneider Williams. "Robin und ich haben das gemeinsam erlebt, es war, als ob er von einem unsichtbaren Monster gejagt wurde. Und die Symptome waren ganz unterschiedlich", beschreibt sie die Krankheit, die sein Leben durcheinander brachte – und ihres gleich mit.

Witwe von Robin Williams spricht über Eheprobleme

Eines der Probleme der Krankheit sei seine Schlaflosigkeit gewesen. Die Ärzte rieten dem Ehepaar daraufhin, in getrennten Betten zu schlafen. Das sei ein Schock für die Eheleute gewesen, erzählt Schneider: "Heißt das, wir sind getrennt?", hatte ihr Mann sie danach gefragt. Schneider Williams wollte ihrem Partner in der schweren Zeit beistehen, spürte aber, dass man sich entfernte, berichtet sie unter anderem dem Portal "Today", auf dem auch Ausschnitte aus der Doku und ihrem Interview zu sehen ist. Am Ende erklärt sie in Bezug auf die mentalen Probleme ihres verstorbenen Mannes: "Robin hatte recht, als er sagte: 'Ich möchte mein Gehirn neu hochfahren.'"

Die Dokumentation "Robin's Wish" lässt Weggefährten und Familie zu Wort kommen. Es geht auch um das, was sich Williams sehnlichst wünschte: "Ich will den Menschen helfen, weniger Angst zu haben", sagte er seiner Frau einst. Mit seinen Filmrollen und festgehaltenen Auftritten als Stand-up-Comedian hat er das definitiv geschafft.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Für Kinder und Jugendliche steht auch die Nummer gegen Kummer von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr zur Verfügung - die Nummer lautet 116 111.

Verwendete Quelle: "Today"

maf

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