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Schauspieler Peter Jordan: "Laberfernsehen ist unerträglich"

Auf der Theaterbühne hat er die unterschiedlichsten Rollen gespielt. Nun ist Peter Jordan als Kollege von Mehmet Kurtulus im "Tatort" zu sehen. Was er am Fernsehen überhaupt nicht mag und warum er beinahe Chirurg statt Schauspieler geworden wäre, erzählt der 42-Jährige im neuen stern.

Peter Jordan, 42, Schauspieler, hat kein Problem damit, in den neuen Hamburger "Tatort"-Folgen meist im Schatten seines Kollegen Mehmet Kurtulus zu stehen. Jordan, der in der Krimiserie den Chef des verdeckten Ermittlers Cenk Batu spielt, sagte dem stern: "Tatort konnte ich eher aussprechen als Theater. Ich schätze diese Rolle sehr, weil ich sie so reduziert spielen kann. Mit ganz kleinen, feinen Gesten. Ohne Gelaber. Laberfernsehen ist unerträglich."

Fast wäre Jordan nicht Schauspieler, sondern Unfallchirurg geworden. Für die Schauspielerei hatte der 42-Jährige Anfang der 90er Jahre sein Medizinstudium abgebrochen. Der Arzt-Beruf flößt ihm noch immer Respekt ein - auch wenn er ihn inzwischen eher ironisch betrachtet, wie Jordan dem stern erzählte: "Als Arzt gehst du sauber rein, klärst die Sache und kommst schmutzig wieder raus. Ein Job ohne Fragen. Wie bei Bruce Willis - großartig! Wenn auf der Straße einer umfällt, renne ich sofort hin und helfe! Das ist dann zwar gefährliches Halbwissen, aber die Grundlagen der Medizin habe ich noch drauf."

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