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Tag 10: Als die Mafia in Venedig untertauchte...

Obwohl sie keine einzige Sekunde auf der Leinwand zu sehen sind, versetzten Angelina Jolie, Will Smith und Robert De Niro die Fans in Venedig in Ekstase.

Von Matthias Schmidt

Der Unterschied zwischen einem Star und einem Schauspieler lässt sich leicht beschreiben. Wenn sich ein Schauspieler in die Öffentlichkeit begibt, erntet er bewundernde Blicke, die Leute gratulieren ihm zu seiner Rolle. Gut gemacht, den Job, ich seh ja ihr Gesicht so gerne. Wenn sich ein Star zwischen Normalsterbliche mischt, ist da nur noch Schreien und Kreischen. Ekstase, die eine vernünftige Konversation kaum mehr zulässt.

Das Grinsen eines halben Stars

Der, von dem diese Definition stammt, befindet sich zur Zeit wohl irgendwo zwischen diesen beiden Polen. Er heißt Diego Luna, ist Mitte 20 und Mexikaner. Ein cleveres Bürschchen. Fusselbart, Fransen, schmales Gesicht. In seiner Heimat gilt er seinem, oft halbnacktem Auftritt in "Y tu mama tambien", eine Art "Reifeprüfung" auf Mittelamerikanisch, als der Herzensbrecher. In Venedig ist Luna gleich mit zwei Filmen vertreten. Im Eröffnungsfilm "Terminal" von Steven Spielberg hat er eine kleine, aber sympathische Nebenrolle. In "Criminal", einer flotten Trickbetrüger-Farce, die von Steven Soderbergh und George Clooney produziert wurde, spielt er eine der Hauptrollen. Echte Starpower bringt das zwar noch nicht auf den Lido, unwiderstehlich ist das Grinsen von Luna aber jetzt schon.

Starpower hoch drei

Schrei- und Kreisch-Stars hatte das Festival an seinem vorletzten Tag aber dennoch zu bieten. Und das gleich im Dreierpack. Und das obwohl sie keine einzige Sekunde auf der Leinwand zu sehen sind. Die Rede ist von Angelina Jolie, Will Smith und Robert De Niro. Da an einem Star einfach alles anbetenswürdig ist, leihen sie neuerdings ihre Stimmen mehr oder weniger durchgeknallten Trickfiguren. Schnell verdientes Geld, und man kann sogar ungeschminkt bzw. unrasiert im Studio auftauchen, der eigentliche Darsteller stammt ja aus dem Computer.

"Shark Tale" – ein Haifisch-Märchen – heißt ihr Film und soll als Anti-"Nemo" dem Dreamworks-Studio einen goldenen Herbst bescheren. Es geht um den einfachen Ghetto-Bruder Oscar, der in einer Waschanlage jobbt und gern mal eine dicke Lippe riskiert. Bald wachsen ihm jedoch seine Schulden über den Kopf, er bekommt Streß mit der Mafia und dem örtlichen Paten Don Lino. Zufällig wird Oscar Zeuge eines Unfalls, bei dem einer der Gangster ums Leben kommt. Das ist meine Chance, um endlich reich und berühmt zu werden, denkt sich Oscar und gibt zukünftig den heldenhaften Mafiajäger. Klingt nach einem simplen Genrestück. Ist es auch, nur das die Hauptfiguren Fische sind und dies alles unter Wasser spielt inklusive Wal-Waschanlage, Seepferdchen-Rennen und Korallenriff-Großstadt.

"Das schönste Kino der Welt"

Die Weltpremiere sollte ursprünglich als Open Air-Event auf dem Times Square mitten in Manhattan steigen, scheiterte jedoch an logistischen und sicherheitstechnischen Problemen. Ort der Extravaganz nun also die Piazza San Marco, auf profandeutsch der Markusplatz. Oder wie Produzent Jeffrey Katzenberg es nennt: "Das schönste Kino der Welt." Die letzten Massenereignisse auf dem Areal liegen tatsächlich schon etwas zurück. Pink Floyd rockte hier vor 15, Paul McCartney gar vor 31Jahren. Dennoch balgten sich gerade in letzter Zeit die Filmstudios vermehrt um die fantastische, autofreie Kulisse von Venezia. Al Pacino drehte hier seinen "Kaufmann von Venedig", Heath Ledger lässt schon seit Anfang August für einen Casanova-Film von Lasse Hallström Laternen abschrauben und Kanäle sperren. Und nun auch noch Freiluftkino? Einigen einheimischen Geschäftsleuten platzte der Kragen. Sie sahen nicht ein, warum ihre Cafés und Läden früher schließen sollten, nur damit ein amerikanisches Unternehmen privaten Profit erwirtschaften könne. Aber schließlich gibt es nichts, was sich nicht mit einer Handvoll Dollar klären liesse.

Zahlenzauber und gute Laune

Rund 5 Millionen davon, soll die "Shark Tale"-Premiere angeblich gekostet haben. Was ungefähr dem Gesamtbudget der Filmfestspiele entspricht. Katzenberg: "Wir dürfen nicht vergessen, dass wir im Show-Business sind. Und das hier ist der Show-Teil." Über 10 Meilen Kabel wurden im Vorfeld verlegt, 190 Tonnen Ausrüstung per Lastkahn transportiert. Den Strom erzeugten schwimmende Generatoren, für den Gala-Abend rund 10.000 Liter Diesel schluckten. 250 Angestellte sorgten für die Sicherheitschecks an den Metalldetektoren. Die aufblasbare Leinwand reichte sechs Stockwerke hoch. Und um störende Echos zu vermeiden, kam der Ton nicht aus riesigen Lautsprecherboxen, sondern jeder der über 4500 Gäste erhielt kleine Kopfhörer mit angeschlossenem Funkradio. Die mäßige Tonqualität, vor allem bei Musikeinlagen, sollte denn auch das einzige Manko des Veranstaltung bleiben.

Bei so vielen Superlativen vergisst man leicht, um was es eigentlich ging: Einen neuen Animationsfilm. Wie der so ist? Die Kunstwelt mit Fischen, die auf Sofas lümmeln und sich Tee einschenken, konnte nicht durchgehend überzeugen, die Animation wirkt teilweise merkwürdig kalt. Doch die Geschichte ist detailverliebt und mit viel Schwung erzählt, zahlreiche Hip Hop und Mafia-Parodien sorgen für Lacher am Fließband. Die Stars waren ebenfalls gutgelaunt. Jolie kam in Jeans und hatte ihren Adoptivsohn Maddox auf dem Arm, Smith verteilte Kußhändchen und präsentierte einen Venedig-Rap. Und Knautschgesicht De Niro übte schon mal für seine italienische Ehrenstaatsbürgerschaft sein "Guten Abend allerseits". Herrlich war's.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(