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WISSENSWERTES: DVD-Größen, Auflösung und Pflege

DVDs gibt es in verschiedenen Varianten, manche sind ein-, andere beidseitig bespielbar. Auch bei der Auflösung gibt es Unterschiede.

Es klingt oft so, als gebe es nur einen einzigen DVD-Typus. Das ist nicht der Fall. Die DVD steht in verschiedenen Größen zur Verfügung, die unterschiedliche Datenmengen umfassen. Eine DVD speichert Informationen in einem Layer. Um die Kapazität einer DVD zu erhöhen, können zwei Layer direkt übereinander geklebt werden. Hinzu kommt, dass sich eine DVD von einer oder von beiden Seiten abspielen lässt. Daraus resultieren verschiedene Speicherkapazitäten.

DVD-5DVD-9

bietet zwei Layer und ist einseitig bespielt. Sie speichert 7,95 GB Daten und ist inzwischen die gebräuchlichste Film-DVD. Beim Abspielen kann es während des Wechselns von einem Layer zum anderen zu einer kurzen Pause kommen, die allerdings kaum bemerkbar ist.

DVD-10

ist zweiseitig abspielbar und bietet auf jeder Seite einen Layer. Sie speichert 8,75 GB, wird aber heute kaum noch verwendet, weil niemand Lust hat, mitten im Film die DVD umzudrehen. Wegen des unfreiwilligen Drehens wird sie auch als »Flipper« bezeichnet. Sinn macht die Trennung, wenn Film und Specials getrennt auf den beiden Seiten untergebracht sind. Diese DVDs heißen dann A-B-Disks.

Die DVD-14

ist der Bolide unter den DVDs. Sie ist beidseitig abspielbar, wobei eine Seite einen Layer aufweist und die andere gleich zwei. Es werden 12,33 GB Speicherkapazität erreicht. Das Exotenformat kommt allerdings kaum zum Einsatz.

DVD-18

ist beidseitig bespielbar und bietet auf jeder Seite zwei Layer. 15,91 GB Daten werden gespeichert.

Alles eine Frage der Auflösung

Normale Fernseher zeigen ein Bild im Verhältnis 4:3. Kinofilme weisen oft ein anderes Verhältnis zur Höhe und Breite auf. Werden sie auf einem normalen Fernseher ausgestrahlt, wird das Bild so lange zusammengestaucht, bis es von der Breite her auf den Bildschirm passt. Die nun fehlenden Bildinformationen über und unter der Filmwiedergabe werden mit schwarzen Balken überdeckt. Viele Cineasten schaffen sich deswegen einen Fernseher mit dem neuen 16:9-Format an. Hier ist die Bildröhre deutlich breiter und kann das Kinoformat besser zur Geltung bringen.

Wie sehr die Seitenverhältnisse sich unterscheiden, kann jeder Anwender selbst ausrechnen. Wer 4 durch 3 teilt, kommt auf das Seitenverhältnis 1,33 von Breite zur Höhe. Bei 16 geteilt durch 9 fällt das Verhältnis mit 1,77 deutlich höher aus. Einige Hollywood-Filme verwenden sogar das Kinoformat Cinemascope mit einem Verhältnis von 2,35:1. Das lässt sich ohne schwarze Streifen auch auf einem 16:9-Fernseher nicht abspielen.

Auf der Rückseite einer DVD lässt sich jederzeit ablesen, in welcher Auflösung ein Film auf der Scheibe gespeichert ist. Eine Auflösung von 1,77:1 oder höher wird auch als Widescreen (= breiter Bildschirm) bezeichnet. Ist das Bild auf der DVD im anamorphen 16:9-Format gespeichert, kann der Player dieses Widescreen-Format auch an das TV-Gerät weitergeben, ohne dass es zu Stauchungen oder Zerrungen kommt.

Der DVD-Player unterstützt auch das Ausgabeformat Pan&Scan, um das Arbeiten mit den schwarzen Balken zu umgehen. Bei einem breiten Kinobild wird dabei einfach ein beim Mastering vorgegebener Mittelbereich des Bildes ausgestrahlt, während die Bildränder rechts und links weggeschnitten werden. Dann kann der Film zwar im Vollbildmodus betrachtet werden. Da die Fans mit einer solchen Bildzensur nicht einverstanden sind, hat sich Pan&Scan nicht durchgesetzt.

Thema Pflege

Die DVD als digitales Medium verschleißt den Film auf der Silberscheibe nicht, wie es etwa beim Magnetband der VHS-Kassette der Fall ist. Der Film lässt sich also immer wieder neu in der originalen Qualität abspielen. Dennoch sollte der Anwender die üblichen Pflegeanweisungen beherzigen, die auch für Audio-CDs und CD-ROMs gelten. Das bedeutet, dass die DVDs nicht zerkratzen oder einstauben dürfen. Am besten legt man sie sofort nach dem Abspielen wieder in ihre Schachtel, um Schäden oder Schmutz zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollten die DVDs mit einem feinen, trockenen Tuch von innen nach außen abgewischt werden. Große Hitzeeinwirkung sollte gleichermaßen unterbunden werden.

Schachtelsalat

Es gibt drei verschiedene Schachteln, in die eine DVD eingelegt werden kann. Die meisten DVDs werden in eine Amaray Case gelegt. Das sind die weichen Plastikschnappboxen, wie sie inzwischen auch gerne für Computer-CD-ROMs eingesetzt werden. Noch Platz-sparender ist die Super Jewel Case. Sie besteht aus Hartplastik und ist nichts anderes als eine hochgestreckte Jewel Case der Art, wie sie für Musik-CDs eingesetzt wird. Ungeliebt ist die Snapper-Case aus Pappe, die mit einem Schnappverschluss geschlossen wird.

Carsten Scheibe

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