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#MeToo: "Ich habe absolut nichts getan": Woody Allen wehrt sich gegen Weinstein-Vergleich

Für seinen neuen Kinofilm hat er noch keinen US-Verleiher: Woody Allen steht im Zuge der #MeToo-Debatte in der Kritik. Der Regisseur selbst versteht nicht, warum.

Woody Allen

Woody Allen fühlt sich ungerechtfertigt beschuldigt

Die deutschen Fans des Filmemachers dürfen sich freuen: Am 5. Dezember kommt Woody Allens neuer Film "A Rainy Day in New York" in die hiesigen Kinos. Zuschauer aus seiner amerikanischen Heimat werden sich dagegen gedulden müssen: Bislang hat sich kein Filmverleiher gefunden, der die romantische Komödie in die US-Lichtspielhäuser bringen will.

Der Grund sind wohl die Missbrauchsvorwürfe von Allens Adoptivtochter Dylan Farrow gegen den Regisseur. Obwohl er juristisch nie belangt wurde, fällt auch sein Name in der #MeToo-Debatte.

Woody Allen selbst hat hat wenig Verständnis dafür, dass er im gleichen Atemzug mit Harvey Weinstein und Kevin Spacey genannt werde: "Ich bin wegen einer Sache beschuldigt worden, die von der Polizei und vom Gericht genau untersucht wurde – und alle kamen zu dem Schluss, dass da nichts war", sagt der 83-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Das Ganze sei inmitten einer schlimmen Trennungsgeschichte passiert. "Weinstein ist verklagt worden von rund 60 Frauen. Er hat seine Schuld eingestanden, ich habe absolut nichts getan."

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Woody Allen hat die Stieftochter seiner Expartnerin geheiratet

Allen ist seit 20 Jahren mit Soon Yi Previn verheiratet, der Adoptivtocher seiner langjährigen Partnerin Mia Farrow. "Wir waren bestimmt füreinander, und wir sind glücklich", sagt der Filmemacher über seine jetzige Frau. "Aber wenn ich an die Zeit davor denke, ist da nichts als Ärger."

Trotz seines fortgeschrittenen Alters denkt Woody Allen nicht ans Aufhören. Gerade hat er in San Sebastián zusammen mit Christoph Waltz die Dreharbeiten zu seinem nächsten Film beendet. "Meine Zukunft mag begrenzt sein, aber sie interessiert mich definitiv mehr als meine Vergangenheit", sagt er. "Ich kann mir nicht vorstellen, am Morgen aufzustehen und nur herumzusitzen. Ich schreibe. Ich genieße es zu schreiben. Ich würde immer schreiben."

"A Rainy Day in New York" startet am 5. Dezember in den deutschen Kinos.

Quelle: RND

che