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John Grisham "Das Bekenntnis" Grisham mal anders: Von Kriegswirren und Familiengeheimnissen

Südstaatenvilla im Dunkeln
Dunkle Familiengeheimnisse in John Grishams "Das Bekenntnis"
© Getty Images
Ein Pfarrer wird auf offener Straße erschossen. Obwohl der Täter zum Tode veruteilt wird, schweigt er zu seiner Tat. Selbst gegenüber seiner Familie. Was ist geschehen?

Worum geht's im Hörbuch?

Oktober 1946, Clanton, Mississippi. Pete Banning ist gerade aus dem Pazifik-Krieg zurückgekehrt. Seine Familie ist überglücklich. Doch dann erschießt er scheinbar ohne vorherige Ankündigung einen Pfarrer auf offener Straße. Die Kleinstadt ist schockiert über die Tat des wohlangesehenen Oberhaupt einer alteingesessenen Familie. Was hat den Kriegsveteran dazu gebracht? Doch über seine Beweggründe schweigt Banning beharrlich. Selbst als er zum Tode verurteilt wird. Doch trotzdem gerät nach und nach Licht in die dunklen Familiengeheimnisse der Bannings. Eine spannend erzählte Familiengeschichte, die mit Zeitsprüngen und Handlungssträngen den Hörer immer wieder überrascht.

Wer hat's geschrieben?

Grisham ist der Meister des Kriminalromans. Seine Bücher sind fast ausnahmslos Bestseller. Das liegt zum einen daran, dass Grisham als Rechtsanwalt einen besonderen Blick auf die Justiz hat. Und zum anderen geben Grishams Romane einen ganz speziellen und einfühlsamen Eindruck von Täter und Opfer wieder. Er beschäftigt sich selten nur mit der Tat an sich, sondern beschreibt die Umstände, unter denen Täter und Opfer gehandelt haben.

John Grisham "Das Bekenntnis"
John Grisham ist der Meister des Kriminalromas. Auch sein neustes Buch "Das Bekenntnis" fesselt durch einen unaufgeklärten Mord. Hier gibt es das Buch als Hörbuch zum Download.
© Audible

Wer spricht?

Charles Brauer kennen die meisten sicherlich als Hamburger Tatort-Kommissar Peter Brockmöller. An der Seite von Manfred Krug spielte er von 1986 bis 2001 in der ARD-Krimireihe. Aber auch als Sprecher macht Brauer eine gute Figur.

Warum lohnt sich das Hörbuch?

Grisham lässt seinen Protagonisten an einen der dunkelsten Orte der US-amerikanischen Kiregsgeschichte zurückkehren. Der Todesmarsch von Bataan ist ein von Japanern an amerikanischen und philippinischen Kriegsgefangenen verübtes Kriegsverbrechen im frühen Pazifikkrieg. Trotz seiner Grausamkeit ist es weitgehend unbekannt. Doch Grisham verwebt die Ereignisse so gekonnt in die Geschichte, das keine Geschichtslehrstunde, sondern ein spannender Handlungsstrang entsteht.

Was stört?

Das stete Schweigen des Protagonisten zu seiner Tat zieht sich zu Beginn der Geschichte etwas. Doch das Warten auf die Auflösung lohnt sich. Und auch die übrigen Handlungsstränge unterhalten währenddessen.


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