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Kino-Tipps: Die Highlights im Mai

Große und kleine Monster, Meister-Killer und Raketenmänner, Flaschengeister und 1001 Nacht: Der Mai hat für alle Cineasten etwas zu bieten.

Der neue Dschinni: Will Smith hat drei Wünsche für den Titelhelden Aladdin im Gepäck

Der neue Dschinni: Will Smith hat drei Wünsche für den Titelhelden Aladdin im Gepäck

"Mit alles und scharf" - so kommt der Mai für Cineasten daher. Für dieses Rundum-sorglos-Paket in den deutschen Kinosälen sorgen die verschiedensten Genre-Blockbuster. Etwa kleine, putzige "Pocket-Monster" in "Pokémon Meisterdetektiv Pikachu" für die Jungen und Junggebliebenen. Oder hochhausgroße Ungeheuer für Bombast-Fetischisten in "Godzilla 2: King Of The Monsters". In 1001 Nacht entführt die Realverfilmung zu "Aladdin", während sich Keanu Reeves schon zum dritten Mal als John Wick durch Gegnerhorden ballert. Wer es musikalischer mag, hebt derweil mit einem schrillen "Rocketman" ab.

"Pokémon Meisterdetektiv Pikachu", 9. Mai

Die Story nimmt ihren Anfang, als der Top-Privatdetektiv Harry Goodman auf mysteriöse Art verschwindet, woraufhin sein 21 Jahre alter Sohn Tim (Justice Smith) sich aufmacht, um herauszufinden, was geschah. Unterstützt wird er von Harrys früherem Pokémon-Partner Pikachu (Ryan Reynolds, Stimme): einem wahnsinnig komischen, frotzelnden, liebenswerten Super-Spürhund. Als sie erkennen, dass sie auf eine einzigartige Art und Weise miteinander kommunizieren können, schließen sich Tim und Pikachu zusammen und begeben sich auf ein Abenteuer, um die geheimnisvollen Machenschaften zu entwirren.

Einschätzung:

Der Erfolgszug der Pokémon kennt kein Ende. Nach Mangas, Animes und Videospielen beweist das die erste Verfilmung mit realen Schauspielern. Auch wenn es der erste Eindruck sein mag, so sollte "Pokémon Meisterdetektiv Pikachu" aber nicht nur etwas für junge Fans sein. Und überhaupt: Die erste Generation, die mit den Taschenmonstern aufgewachsen ist, ist inzwischen auch schon über 30. In den Genuss von Ryan Reynolds, der dem flauschigen Detektiv im englischen Original seine Stimme leiht, kommen aber nur anglophile Kinogänger.

"Aladdin", 23. Mai

Ein temperamentvoller Flaschengeist Dschinni (Will Smith), der jedem, der seine Wunderlampe besitzt, drei Wünsche erfüllt. Der Straßenjunge Aladdin (Mena Massoud), der sich mit dem Zauberwesen anfreundet und sich zudem in Prinzessin Jasmin (Naomi Scott), die wunderschöne Tochter des Sultans, verliebt. Und der böse Zauberer Dschafar (Marwan Kenzari), der alles daran setzt, die sagenumwobene Wunderlampe und deren Kräfte in seinen Besitz zu bekommen. Die Geschichte direkt aus 1001 Nacht ist so bekannt wie beliebt und erlebt nun erstmals als Realverfilmung ihr Kino-Comeback.

Einschätzung:

Bekanntlich hat Disney die Realverfilmungen für sich entdeckt. Das bewies das Studio schon mit "Dumbo" und "Das Dschungelbuch" und das sollen auch "Aladdin" und bald "Der König der Löwen" tun. Für Kenner und Liebhaber der Original-Zeichentrickfilme mag das bestenfalls unnötig, schlimmstenfalls wie ein Frevel anmuten. Für Nachwuchs-Cineasten ist es aber die Gelegenheit, die Klassiker im zeitgemäßen Gewand erleben zu können. Ob das besser sitzt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

"John Wick: Kapitel 3", 23. Mai

Im dritten Teil der adrenalingeladenen Action-Reihe kehrt der Auftragskiller par excellence John Wick (Keanu Reeves) zurück. Nachdem er ein Mitglied der geheimnisvollen Assassinen-Gilde tötete, wurde Wick zum "Excommunicado" erklärt und ein Kopfgeld von 14 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Nun gerät er weltweit ins Visier der skrupellosesten Auftragskiller, die jeden seiner Schritte verfolgen.

Einschätzung:

Rache, die dritte: Ein-Mann-Armeen der Marke "John Wick" werden einfach nicht langweilig. Zumindest scheint das ein Großteil an Action-hungrigen Zuschauern so zu sehen, die dem Revenge-Genre treu ergeben bleiben. Dementsprechend wird "Kapitel 3" über das Leben und Töten von John Wick den typischen Gesetzen von Filmreihen gehorchen, sprich den Übertreffungszwang des Vorgängers noch einmal toppen wollen. Nur war der schon so "over the top", dass das zunehmend schwerer fallen dürfte.

"Godzilla 2: King Of The Monsters", 30. Mai

In der neuen Geschichte bewähren sich die Mitglieder der kryptozoologischen Agentur Monarch heldenhaft im Kampf gegen eine ganze Phalanx von überdimensionalen Monstern, wobei sich der gewaltige Godzilla mit Mothra, Rodan und seinem Erzfeind, dem dreiköpfigen King Ghidorah, anlegt. Diese Urmonster hielt man bisher für reine Mythen, doch als sie plötzlich wieder auftauchen, konkurrieren sie alle um die Vorherrschaft und bedrohen so den Lebensraum der gesamten Menschheit.

Einschätzung:

Am ersten "Godzilla" der Neuauflage monierten viele Fans noch, dass es viel zu wenige bombastische Schlachten zwischen der Riesenechse und ihren Feinden zu bestaunen gab. Diesen Kritikpunkt scheinen sich die Macher von Teil zwei fast schon zu sehr zu Herzen genommen zu haben. Gefühlt alle berühmten Monster der japanischen Vorlage haben es in den zweiten Teil geschafft, selbst "Pacific Rim" wirkt dagegen wie Bombast-Understatement. Für schauspielerisches Talent ist dennoch gesorgt. Etwa dank dem "Stranger Things"-Star Millie Bobby Brown oder "Game of Thrones"-Mime Charles Dance.

"Rocketman", 30. Mai

Ausgefallene Sonnenbrillen, grell glitzernde Kostüme und eine ikonische Stimme, begleitet vom Klavier - um wen es sich handelt, steht außer Frage, denn Sir Elton John (Taron Egerton) ist zweifellos eine lebende Legende. In den über 50 Jahren seiner Karriere verkaufte er Hunderte Millionen Tonträger, produzierte über 50 Alben und landete mehr als 50 Hits. Mit Songs wie "Your Song", "Rocket Man" und "Candle In The Wind" schrieb er zusammen mit seinem langjährigen Partner Bernie Taupin den Soundtrack für eine ganze Generation. "Rocketman" wagt nun erstmals den Schritt, die Lebensgeschichte des Ausnahmekünstlers und seinen Durchbruch zum weltweiten Superstar zu verfilmen.

Einschätzung:

"Bohemian Rhapsody" hat eindrucksvoll bewiesen, wie gut die eigentlich ausgelutschte Formel für Musiker-Biopics funktionieren kann. Auf dieser Welle des Erfolgs rechnen sich daher bestimmt auch die Macher von "Rocketman" einen satten Erfolg an den Kinokassen aus. Der ebenfalls großartige Soundtrack aus dem Leben von Elton John bietet zumindest alles, um für ähnliche Begeisterung zu sorgen. Fragt sich nur, ob sich auch gleich wieder so viele Kinogänger auf diese Art von Film einlassen können - oder wollen.

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