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Art Cologne 2012: Millionen-Verkäufe auf der Kunstmesse

Die Art Cologne ist die größte deutsche Kunstmesse. Viele ihrer Besucher sind vermögend und greifen für berühmte Werke tief in die Tasche. So wurde unter anderem ein Bild für 2,3 Millionen Euro verkauft.

Verkaufte Gemälde für mehrere Millionen Euro konnten Galeristen auf der diesjährigen Kunstmesse Art Cologne in Köln verbuchen. Mit drei Millionen US-Dollar (etwa 2,3 Millionen Euro) sei "Der Soldat" von Maler Georg Baselitz das teuerste Stück gewesen, teilte der Veranstalter zum Abschluss der Messe am Sonntag mit. Für 1,1 Millionen Euro wurde das Bild "Picasso" von Andy Warhol verkauft. An fünf Tagen kamen nach Angaben der Veranstalter mehr als 60.000 Besucher zur Art Cologne, um sich die Angebote von etwa 200 Galerien aus dem In- und Ausland anzuschauen.

Die Art Cologne ist die älteste Kunstmesse der Welt. Sie wurde 1967 als "Kunstmarkt Köln" von den Kölner Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner begründet und fand zunächst im Gürzenich statt, dem mittelalterlichen Tanz- und Kaufhaus der Domstadt. Kunst auf einer Verkaufsmesse anzubieten, war damals eine ganz neue Idee. Es ging aber nicht nur ums Geschäft - die Initiatoren wollten auch ein neues künstlerisches Zentrum in Deutschland etablieren. Berlin hatte seine ehemals führende Rolle durch Krieg und Teilung verloren.

Das hoch industrialisierte Nordrhein-Westfalen mit seinen vielen vermögenden Sammlern bot sich als Alternative an. Das Konzept der Kunstmesse erwies sich als so überzeugend, dass es weltweit kopiert wurde. Die Art Cologne wurde so um ein Haar zum Opfer ihres eigenen Erfolges, weil sie sich einer immer größer werdenden Konkurrenz gegenübersah. Nach einer existenziellen Krise hat sie in den vergangenen vier Jahren wieder an Bedeutung gewonnen.

kave/DPA / DPA
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