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Karin Beier geht auf jeden Fall: Eric Laufenberg wird Kölner Generalintendant

Aufregung in der Kölner Kulturszene: Opern-Chef Eric Laufenberg wird jetzt doch die Aufgaben eines Generalintendanten übernehmen. Karin Beier hingegen bestätigte noch einmal, dass sie die Domstadt in Richtung Hamburg verlassen und dort das Deutsche Schauspielhaus übernehmen wird.

Die Kölner Bühnen bekommen vorübergehend einen Generalintendanten. Opern-Chef Uwe Eric Laufenberg soll nach dem angekündigten Wechsel von Theater-Intendantin Karin Beier nach Hamburg auch das Schauspiel übernehmen. Als Startzeitpunkt dafür sei 2012 geplant, teilte Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) am Dienstag mit.

Laufenberg sagte dem "Express": "Ich habe mich entschieden, die Generalintendanz zu übernehmen, um die drei Jahre Interimszeit gut über die Bühne zu bringen." In den nächsten Jahren werden sowohl Oper als auch Schauspiel saniert. In einem Streit um die richtigen Ausweichquartiere hatte Laufenberg im vergangenen Monat noch mit Rücktritt gedroht. Nun werde er die Ausweichspielstätten selbst bestimmen können, sagte Laufenberg dem "Express". Im Gegenzug soll er Einsparungen mittragen.

Schauspiel-Intendantin Beier hatte in der vergangenen Woche das Angebot angenommen, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg zu übernehmen. Allerdings steht dafür noch kein genauer Termin fest. Zurzeit werde mit ihr über eine einvernehmliche Lösung verhandelt, teilte Roters mit. Ihr Weggang sei ein "herber Schlag" für Köln. Nach Angaben des Oberbürgermeisters hat Beier in ihren Gesprächen mit ihm durchblicken lassen, dass sie sich immer noch vorstellen könne, "nicht nach Hamburg zu wechseln, sondern auf Dauer in Köln zu bleiben".

Dieser letzten Passage widersprach Beier umgehend. "Karin Beier dementiert, ihren Wechsel nach Hamburg in irgendeiner Form in Frage zu stellen", ließ sie mitteilen. "Im Gegenteil haben sie die abenteuerlichen Ereignisse des heutigen Tages darin bestärkt, der Stadt Köln den Rücken zu kehren. Verhandlungen über die Modifizierungen ihres Kölner Vertrags haben bislang nicht stattgefunden. Bis zum heutigen Tag hat es keinerlei Gespräche, nicht einmal eine Information über den Plan einer möglichen Generalintendanz ab der Spielzeit 2012/13 gegeben."

vim/DPA / DPA