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Schauspiel Köln: Karin Beier, "Rettender Engel" der Theaterszene

Karin Baier hat gleich doppelt abgeräumt. Ihr Haus, das Schauspiel Köln, erhielt nicht nur die Auszeichnung "Theater des Jahres", auch ihre Gesellschaftsgroteske "Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen" wurde zur besten Inszenierung gewählt.

Karin Beier erblickt 1965 das Licht der Welt in der selben Stadt, in der sie heute als Intendantin arbeitet: Köln.

An der dortigen Universität studiert sie zunächst Anglistik, dann Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Gemeinsam mit Regisseur Elmar Goerden gründet sie 1986 die englischsprachige Theatergruppe "Countercheck Quarrelsome", mit der sie neun modernisierte Shakespeare-Stücke an zumeist theaterfremden Spielstätten (wie z.B. Fabrik- und Messehallen) inszeniert.

Zwei Jahre später arbeitet sie bereits als Hausregisseurin am Düsseldorfer Schauspielhaus, ab 1995 wechselt sie in den hohen Norden zum Hamburger Schauspielhaus. Im Laufe der Jahre folgen Regiearbeiten in Hannover, in Bonn, Bochum und in Zürich. Auch Operninszenierungen gehören zum Repertoire Beiers.

2006 bekommt sie schließlich den Nestroy Preis für die "beste Regie" für ihre Inszenierung von Maxim Gorkis "Kleinbürger".

Mit dem Beginn der Spielzeit 007/08 kehrt Karin Beier schließlich für eine längerfristige Aufgabe in ihre Heimatstadt zurück: die Intendanz des Kölner Schauspiel, für die Beier nun ausgezeichnet wurde.

jwi
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