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Ausstellung in Halle: Antike Kunst und schöne Menschen: Karl Lagerfelds Werke als Fotograf

Karl Lagerfeld war nicht nur ein genialer Modeschöpfer, sondern auch passionierter Fotograf. Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle an der Saale zeigt in einer großen Retrospektive Arbeiten des verstorbenen Designers.

Karl Lagerfeld

Am 19. Februar 2019 starb Karl Lagerfeld im Alter von 85 Jahren in Paris. Sein Vermächtnis als Modemacher und Fotograf bleibt unvergessen. Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle an der Saale zeigt nun 300 Arbeiten des gebürtigen Hamburgers. Darunter diese Aufnahme von Claudia Schiffer und Brad Kroenig aus dem Jahr 2007. Das Motiv diente als Werbekampagne für den Champagner-Hersteller Dom Pérignon. Dafür inszenierte Lagerfeld Schiffer als Dienstmädchen mit Netzstrümpfen und Spitzenhaube und Kroenig als Hausherren im Morgenmantel. Der Amerikaner Kroenig war wie Schiffer jahrelang nicht nur Model, sondern auch enger Freund des Modemachers. Sein Sohn Hudson Kroenig war Lagerfelds Patenkind und soll einen beträchtlichen Teil des Millionenvermögens geerbt haben.

Sein Tod schockierte die Modewelt: Am 19. Februar 2019 starb Karl Lagerfeld im Alter von 85 Jahren in Paris. Nur sein engstes Umfeld wusste, dass der Modemacher seit Monaten an Prostatakrebs litt. Im kleinen Kreis wurde er wenige Tage nach seinem Tod beigesetzt. Als Designer hingegen liebte er die große Show und die Inszenierung, unvergessen sind seine opulenten Modenschauen für Chanel. Aber auch als Fotograf schuf Lagerfeld Werke, die in Erinnerung bleiben.

Kunstmuseum Moritzburg in Halle ehrt Karl Lagerfeld

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle an der Saale zeigt nun 300 Fotografien von Karl Lagerfeld, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind. Darunter Aufnahmen seiner früheren Muse Claudia Schiffer sowie Porträts seines langjährigen Begleiters Baptiste Giabiconi.

Giabiconi, Karl Lagerfeld

Die Arbeiten stammen aus Bildbänden und Büchern, die Lagerfeld im Laufe der Jahrzehnte veröffentlicht hat, die meisten in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Verleger Gerhard Steidl. Alle Fotografien wurden eigens für die Ausstellung ausgewählt und produziert, zum Teil sind bisher unveröffentlichte Werke erstmals zu sehen.

"Was ich bei der Fotografie liebe, ist, die Aufnahme zu machen, an der Entwicklung mitzuarbeiten. Aber wenn sie einmal benutzt, gedruckt, in der Zeitung oder auf wunderbarem Papier abgezogen ist, denke ich nur noch an das nächste Foto", sagte Lagerfeld, der als Workaholic galt.

Die Retrospektive "Karl Lagerfeld. Fotografie" ist vom 8. März bis zum 23. August im Kunstmuseum Moritzburg in Halle an der Saale zu sehen

jum