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Frankfurt am Main: Kundgebung für die bedrohte Kulturszene: "Mit Abstand geht es nicht"

Am Montag soll in Frankfurt auf die dramatische Lage von Veranstaltern und Kulturschaffenden aufmerksam gemacht werden. Die Konsequenzen der Corona-Pandemie bedrohen die Existenz vieler Häuser.

Ehrlich Brothers

Die Ehrlich Brothers (Andreas und Christian Ehrlich) Anfang des Jahres bei ihrer "Dream and Fly"-Tour in der Lanxess Arena in Köln

Picture Alliance

"Mit Abstand geht es nicht" lautet das Motto, unter dem am Montag, den 22.6., um 11.55 Uhr (fünf vor zwölf!) eine Open-Air-Veranstaltung in Frankfurt am Main vor der Jahrhunderthalle stattfinden wird. Rund zwei Stunden lang setzen sich Künstler wie Urban Priol, die Ehrlich Brothers, Badesalz, Andreas Scholl und Marc Marschall für die gesamte Branche ein: Sie erhoffen sich dadurch politische Lösungen und vor allem finanzielle Unterstützungen, damit Massenentlassungen und Privatinsolvenzen im Kulturbereich nicht eine weitere Folge der Corona-Pandemie werden.

Die Corona-Krise macht der Kulturszene schwer zu schaffen. Filmemacher, Musiker, Künstler, Schauspieler, Veranstalter und viele andere Kulturschaffende sowie deren Subunternehmer stecken wegen der Schließungen oder des eingeschränkten Betriebs von Konzerthäusern, Theatern, Kinos, Museen und der Absage von Events in großen finanziellen Schwierigkeiten. Nicht wenige von ihnen sehen ihre Existenz bedroht.

Finanzielle Einbrüche werden zur Existenzbedrohung

Von den ausbleibenden Einnahmen sind nicht nur Künstler bedroht, auch viele freie Theater und Veranstaltungsorte könnten der Krise zum Opfer fallen. "Wir können unter der Einhaltung der geforderten Mindestabstände keine Veranstaltungen durchführen, ohne dabei ein horrendes Minusgeschäft zu produzieren, das gilt für kleine Theater ebenso wie für große Hallen", sagt Stefan Schornstein, der Initiator dieser Kundgebung. Wer am Montag dabei sein will, kann sein Ticket hier online bestellen.

bal