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Paris: 50 Millionen Euro teure Picassos gestohlen

Zwei Picasso-Gemälde im Wert von 50 Millionen Euro sind aus der Pariser Wohnung der Enkelin des Malers gestohlen worden. Die Bilder zeigen die Ehefrau und Tochter des Künstlers. Die Täter hinterließen keinerlei Einbruchsspuren.

Zwei Gemälde von Pablo Picasso im Schätzwert von zusammen 50 Millionen Euro sind aus der Pariser Wohnung einer Enkelin des Jahrhundertkünstlers (1881-1973) gestohlen worden. Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch handelt es sich um das mit 60 mal 40 Zentimetern relativ kleine Bild "Maya à la poupée", das Picassos Tochter Maya mit einer Puppe zeigt. Das zweite gestohlene Werk ist ein 170 mal 150 Zentimeter großes Porträt der zweiten und letzten Ehefrau des Malers, Jacqueline. Die Bilder wurden in der Nacht zum Dienstag ohne Anzeichen eines Einbruchs aus der Wohnung der Enkelin im 7. Pariser Stadtbezirk entwendet.

Die Werke von Picasso, einem der größten Maler des 20. Jahrhunderts, erzielen auf dem internationalen Kunstmarkt Höchstpreise. Auf der Liste der zehn teuersten Gemälde der Welt ist der spanische Künstler gleich drei Mal vertreten - an zweiter, dritter und neunter Position. Sein teuerstes Gemälde ist mit einem Schätzwert von 107 Millionen Euro "Junge mit Pfeife".

Picasso arbeitete wie ein Besessener. Von seiner enormen Produktivität und Kreativität zeugt das künstlerische Erbe, das der 91-Jährige nach seinem Tod 1973 im französischen Mougins hinterließ: Fast 1900 Gemälde, 3200 Keramiken, 7000 Zeichnungen, 1200 Skulpturen und 30.000 Grafiken. Als Höhepunkt von Picassos Ausdruckskraft gilt sein Meisterwerk "Guernica", das er für die Weltausstellung 1937 in Paris schuf.

DPA / DPA
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