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M. Beisenherz - Sorry, ich bin privat hier: Post von Beisi: "Lieber Felix Baumgartner ..."

Extremsportler Felix Baumgartner bringt das Kunststück fertig, als Österreicher in Österreich politisch negativ aufzufallen. Micky Beisenherz schreibt dem putzigen Goleo für Neofaschisten einen offenen Brief.

Micky Beisenherz zu Felix Baumartner

Micky Beisenherz schreibt einen offenen Brief 

Lieber Felix Baumgartner,

Sie werden das sicherlich an dem verhallten Applaus bemerkt haben. Ihr Opus Magnum ist jetzt schon eine ganze Weile her. Stattdessen haben Sie sich eine stattliche Folgekarriere als Premiumwirrkopf und Pressesprecher der nationalistischen Stehpinkler aufgebaut. Kompliment.

Was ist da eigentlich passiert? Sie waren doch mal cool. Irgendwie. Wobei, wenn man es nüchtern betrachtet: Sie haben sich von einer Brausesekte in die Stratosphäre schießen lassen. Die Amis haben damals einen Schimpansen ins All geschickt - und der hat danach nicht einmal Blödsinn getwittert. Anerkennenderweise muss ich sagen: Dieser Sprung aus dem Weltraum lässt sich im Laufe der Zeit toppen (wie bereits geschehen) - Ihre öffentlich geäußerten Meinungspralinen allerdings werden uns noch lange schwer auf den Hüften hängen. Bestmarken der Besorgnis.

Immer wieder erstaunen Sie mit dumpfdümmlich-völkischer "Das darf man ja nicht mehr sagen"-Prosa, bei der man sich fragt, wie es Wissenschaftler und Techniker zulassen konnten, diesen Bonobo jemals an ihre teuren Gerätschaften zu lassen. Offenbar herrscht ein brutal umgekehrt proportionales Verhältnis zwischen der Höhe, die sie physisch zu erreichen vermochten - und der intellektuellen.

Da sind sie eher so eine Art Zechenarbeiter, der tief in der Mine kultureller Ressentiments die Braunkohle abbaut. Als Österreicher in Österreich politisch negativ aufzufallen - das muss man auch erst einmal schaffen.

Zuletzt echauffierten Sie sich über Tommi Spitzer, Mitglied und Kopf der EAV, weil der es gewagt hatte, Ihren Gesinnungsgenossen, den "Alpen-Elvis" (mehr Demütigung geht nicht) Andreas Gabalier zu kritisieren. ("An den PRANGER!" Hallo, Mittelalter.) Dabei meinte der lediglich: "Immer wenn die Zeiten schlecht werden, besinnt man sich der nationalen Identität. Ich habe nichts gegen Gabalier. Jemand, der vor 70.000 Fans spielt, der muss gut arbeiten. Respekt. Aber auch Hitler hat viele Fans gehabt. Oder der Papst.” 

Klar, der Vergleich mit Hitler ist mittlerweile älter als Hitler selbst (der mit dem Papst wurde bezeichnenderweise erst gar nicht aufgenommen) - was dann aber von Ihnen folgte, war eine Replik von ausgesuchter Dummheit. Wie man es denn wagen könne, diesem honorigen Lederhosen-Cobain so etwas zu unterstellen und im Grunde genommen sei es ja der Neid des zuletzt erfolglosen Spitzer (und der EAV), der ihn dazu treibe, so etwas zu behaupten. "Der Neid is a Sau und das, was ein Gabalier in den letzten Jahren musikalisch und menschlich geleistet hat, ist Ihnen und Ihrer 'Blödel-Band' leider nie gelungen. Aus der Ersten Allgemeinen VERUNSICHERUNG wurde die Erste Allgemeine VERHETZUNG."

"Der ist ja bloß neidisch" - die stets beliebte Argumentations-Bazooka, die geistige Flachbügler wie Sie immer dann aus dem Koffer kramen, wenn man beim Diskussions-Shootout mal wieder mit nem Messer zu ner Schießerei erschienen ist. Die vermeintliche "Blödel-Band" war natürlich schon sehr schlau und sehr gut, da haben Sie noch in Unterhose auf dem Baum gehockt, bereit zum Absprung. Geistig sind Sie von diesem Baum nie runtergekommen.

Wenn man betrachtet, mit welch antiquiertem Weltbild Sie sich regelmäßig als brauner Baron in die Lüfte schwingen ("Du kannst in einer Demokratie nichts bewegen"), verwundert es schon ein bisschen, dass Sie den Vergleich mit Hitler jetzt als so negativ empfinden. Und was ist plötzlich so schlimm an ein bisschen Verhetzung?

Gerade eben haben Sie es doch noch öffentlich gefeiert, dass Rechtsextremen (auch, wenn Sie die wohl eher links sehen) jetzt endlich mal ein Forum im TV geboten wird: "Ein HISTORISCHER TAG in der deutschsprachigen TV Geschichte! Der Privat Sender ServusTV traut sich als ERSTES Medium europaweit einen 'Identitären' ins Hauptabendprogramm einzuladen. Martin Sellner, Chef der deutschsprachigen Identitären, diskutiert mit Experten zum Thema 'radikale Muslime'." War bestimmt klasse.

Was begeistert, ist Ihre Art der Weltsicht. Diese stete Jagd nach neuen Bestmarken im Guinness-Buch der Gesinnungsausfälle. Die Nummer mit dem Friedensnobelpreis für Orban war echt ein ziemlich guter Gag. Da ziehe ich respektvoll den Aluhut. Auch der Vorschlag eines "gemäßigten Diktators" als neu zu etablierendes politisches System war gut. Stimmt. Müsste man mal ausprobieren, so eine Diktatur. Vielleicht ein Österreicher oder so.

Kinder schlagen, griechische Trucker verwemsen, keine Steuern zahlen - geschenkt. Wir wollen nicht kleinlich sein. Mit der Treffsicherheit eines Snipers schießen Sie regelmäßig den Vogel ab, dem ihr Sponsor erst Flügel verliehen hat. Sie bedienen sich gleichermaßen behände wie großzügig aus dem Baukasten für Verschwörungstheoretiker, Xenophobiker, von drohenden Idenditätsverlust geschüttelte. Alles dabei!

Nur Hauptgewinne bei der Ziehung der Heimatlosen. Die "Systemmedien", "grüne Studentenpolitiker" oder auch mal ein mahnendes "AUFWACHEN!" In Versalien natürlich. Die Lage ist ernst.

"Diese Servus TV Sendung ist ein Beweis dafür das ein neues Zeitalter angebrochen ist. Die staatlich geförderten und somit ABHÄNGIGEN Mainstream MEDIEN haben ein vom Publikum bestimmtes Ablaufdatum. Gott sei Dank gibt es Privatsender wie Servus TV, bei dem sich der kritische Bürger gezielt und UNZENSURIERT informieren kann, um sich danach seine EIGENE MEINUNG zu bilden." Beim Red-Bull-Hauskanal Unabhängigkeit herauszulesen - das kann nur von einem kommen, der Zeitungen maximal benutzt, um Buchstaben für böse Briefe an Ex-Freundinnen auszuschneiden.

Sie sind der Taube, der auf sein eigenes Denkmal scheißt. Ein putziger Goleo für Neofaschisten. Und, damit wir diesen Gag endlich auch noch gemacht hätten, Sie beweisen eindrucksvoll, was temporärer Sauerstoffmangel für Schaden im Hirn anrichten kann. Der Reichsspringer der Herzen!

Ich finde Sie klasse. Da vertrumpt sich einer regelmäßig auf hohem Niveau.  Am besten sind Sie, wenn Sie, nun ja, eher körperlich sind. Bitte zünden Sie eine Kerze an für Ihren Dosengott, dass er Sie bald mit einem Heliumballon Richtung Weltraum fliegen lässt, um den Mars zu besiedeln. (vielleicht kommt Lutz Bachmann ja mit, der ist eh gerade heimatloser denn je). Dem Vernehmen nach gibt es dort ja auch keine Fremden. Das wär doch was, oder?

Dem Indentitair ist nichts zu schwer! Wir kommen bald nach. Versprochen.

Herzlichst,

Ihr Horrorclown der abhängigen Systemmedien,

Franz Josef Beisenherz

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.