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MONO - Meine Geschichte: "Ich fühle mich nicht wie eine Mörderin": Fiona spricht im Podcast über ihre Abtreibungen

Sie ist jung und liebt das Großstadtleben. Mutter werden will sie noch nicht. Im Alter von 29 Jahren hat Fiona zwei Abtreibungen hinter sich. Wie es dazu kam und wie sie damit umgeht, erzählt sie im MONO-Podcast.

Fiona erzählt im Podcast über ihre insgesamt drei Abtreibungen bis zu ihrem 29. Lebensjahr

Fiona erzählt im Podcast über ihre insgesamt drei Abtreibungen bis zu ihrem 29. Lebensjahr

Mehr als 100.000 Schwangerschaftsabbrüche wurden laut Statistischem Bundesamt 2018 in Deutschland durchgeführt, fast drei Viertel davon von Frauen zwischen 18 und 34 Jahren. Auch Fiona [Name von der Redaktion geändert] ist eine davon. Im Alter von 29 Jahren hat sie bereits zwei Abtreibungen hinter sich. Die erste fand im November 2017 statt. Fiona war in der sechsten Woche schwanger und in einer Beziehung. Der Schwangerschaftsabbruch war eine bewusste Entscheidung und erfolgte medikamentös. "Bei der ersten Abtreibung hatte ich tatsächlich den Gedanken, dass ich jetzt in meiner Lebenslage auf gar keinen Fall ein Kind bekommen möchte", sagt Fiona. 

Anders verhielt es sich bei der zweiten Abtreibung ein Jahr später. Fiona hatte zu dem Zeitpunkt ihr Studium abgeschlossen, die Unterstützung ihrer Eltern sicher und wollte das Kind behalten, obwohl der Vater des Kindes nicht ihr fester Freund war. Als sie ihm von der Schwangerschaft erzählte, reagierte er aber ablehnend. "Seine Reaktion war sehr schwierig", sagt Fiona, "er hat gesagt, dass das für ihn das Allerschlimmste wäre, was jetzt passieren könnte."

Durch das Beharren des Vaters auf einer Abtreibung und dem Druck, dem sie sich ausgesetzt fühlte, trieb Fiona schließlich ein zweites Mal ab, dieses Mal operativ. Das Kind wurde aus der Gebärmutter gesaugt. 

Seitdem hat Fiona immer wieder Gewissensbisse, auch deshalb, weil sie im Arbeitsalltag als Erzieherin mit Kindern arbeitet und jungen Eltern begegnet. Dem ungeborenen Kind schrieb sie Abschiedsbriefe. "Die Erinnerung an das ungeborene Kind ist immer noch sehr präsent", sagt sie und beschreibt im Podcast, wie sich ihr Leben durch die Schwangerschaftsabbrüche verändert hat.

Das sagen die Autoren des Podcasts über die Folge:

"Wir kennen Fiona privat. Für den Podcast haben wir uns in Absprache mit ihr dazu entschieden, sie zu anonymisieren. Doch auch wenn Fiona eine Bekannte von uns ist: Das Gespräch war ein sehr intensives, fast therapeutisches. Über ein dermaßen intimes Thema wie Abtreibungen zu sprechen, zeugt aus unserer Perspektive von Größe – und der Fähigkeit, sich zu reflektieren."

Der Podcast MONO

"MONO – Meine Geschichte" ist der journalistische Deezer Originals Podcast in Kooperation mit dem stern. Auch in der neuen Staffel geht es in jeder Folge um einen einzigartigen Menschen, der seine Geschichte aus der eigenen Perspektive erzählt: in seinen Worten und mit seiner Stimme. Alle Infos zu den Autoren und der Idee hinter dem Podcast gibt's hier:

Den Podcast finden Sie übrigens auch auf Deezer und iTunes.

Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(