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Die etwas andere Hitliste: Von "Ave Maria" bis "Hallelujah": Das sind die beliebtesten Trauer-Hits 2017

Top-10-Listen sind hoch im Kurs, doch diese ist zugegebenermaßen etwas kurios. Das Vergleichsportal bestattungen.de hat zum achten Mal die meistgespielten Lieder auf Trauerfeiern veröffentlicht.  

Mehrere Menschen tragen einen weißen Sarg

Fast jede Trauerfeier wird in Deutschland von Musik begleitet

DPA

Ein Klassiker jagt den nächsten – so könnte man die Top 10 der beliebtesten Songs auf Trauerfeiern beschreiben. Seit 2010 befragt bestattungen.de rund 1200 Bestatter und Angehörige in Deutschland, welche Lieder sie auf Trauerfeiern spielen. Der diesjährige Spitzenreiter der Liste, die nun veröffentlicht wurde, war auch auf der Trauerfeier von Altkanzer Helmut Kohl zu hören: "Ave Maria".

Klassik, Evergreens und Schlager dominieren die Top 10

Das gesungene Gebet wurde von verschiedensten Komponisten interpretiert. Die Version von Franz Schubert war in 2017 unangefochtener Spitzenreiter der Deutschen.

Liste mit den beliebtesten Trauer-Hits 2017

Das Vergleichsportal bestattungen.de veröffentlicht seit 2010 die beliebtesten Trauer-Hits

Auf Platz zwei folgt ein Song, der auch schon beim sportlichen Abschied von Henry Maske lief: "Time to say goodbye" von Sarah Brightman und Andrea Bocelli. Ebenfalls aufs Treppchen hat es "Amoi seg ma uns wieder" von Andreas Gabalier geschafft.

Insgesamt setzen die deutschen gerne auch auf Lieder, bei denen sie den Text verstehen können, schreibt das Vergleichsportal in einer Pressemitteilung. Trauernde könnten sich in den Worten wiederfinden und sich mit dem Musiker identifizieren, der den Tod eines Angehörigen aufarbeitet. 

Bester Neueinsteiger ist der erst kürzlich verstorbene Leonard Cohen mit seinem emotionalen Song "Hallelujah". Sein Song landet auf Platz sechs der Hitlist.

Was steckt hinter der "etwas anderen" Hitliste?

Darf man das eigentlich? Eine Best of-Liste der beliebtesten Trauer-Hits? Anja Graf, Pressesprecherin von bestattungen.de, sagt auf stern-Anfrage: "Unser Anliegen ist es, das schwierige Thema Bestattungen und Trauerfeiern ins Gespräch zu bringen. Das ist ein Thema, das im Alltag so nicht unbedingt vorkommt. Trotzdem betrifft es uns alle – manchmal sogar ganz unerwartet." Es gehe nicht nur um Aufmerksamkeit für das Vergleichsportal.

Der Tod betrifft uns alle – das ist die Realität

Man wolle dazu anregen, dass sich Menschen vielleicht auch zu Lebzeiten schon mal ausgiebiger mit dem Tod beschäftigen. Für viele Angehörige wäre es bei einem Todesfall zum Beispiel leichter, wenn vorab schon einmal über die Musikauswahl gesprochen würde.

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hh