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"Wacken Open Air 2010": Veranstalter glauben an ihr Sicherheitskonzept

Nach der Tragödie auf der Loveparade stehen Großveranstaltungen derzeit unter besonderer Beobachtung. Am ersten Augustwochenende werden 75.000 Heavy-Metal-Fans zum "Wacken Open Air" erwartet. Für die Veranstalter kein Grund zur Sorge.

Das Heavy-Metal-Festival "Wacken Open Air 2010" läuft wie geplant vom 5. bis zum 7. August. Die Organisatoren halten auch nach der Loveparade-Tragödie in Duisburg mit 21 Toten an ihrem Sicherheitskonzept fest. "Wir sind gut vorbereitet", sagte der Sicherheitschef des Festivals, Thomas Hess, der Deutschen Presse-Agentur. Das Team arbeite seit 21 Jahren mit Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungskräften eng zusammen: "Unser Konzept wird jedes Jahr weiter entwickelt." Die Polizei hatte in der Vergangenheit mehrfach die "bundesweit vorbildliche Planung und Durchführung des Festivals" in der Nähe des Dorfes Wacken 50 Kilometer nordwestlich von Hamburg hervorgehoben.

Obwohl sich die Loveparade und das Festival in Wacken nicht miteinander vergleichen lassen, sei das Sicherheitskonzept noch einmal überprüft worden, um mögliche Schwachstellen herauszufinden und zu ändern. Das WOA-Festival-Gelände umfasse mehrere Hektar mit 14 breiten Ein- und Ausgängen sowie große freie Ausweichflächen außerhalb. Letztendlich können auch die Bauzäune, die das Festivalgelände abgrenzen, bei Bedarf einfach umgestoßen werden, sodass eine Flucht in alle Himmelsrichtungen möglich sei.

Ständig sind Rettungswagen im Einsatz

Damit die 75.000 Fans sorglos ihre laute Musik feiern können, stehen 900 Ordner bereit. Dazu kommen noch jeweils rund 200 Feuerwehrleute und 200 Sanitäter sowie mehr als 100 Polizisten und mehrere Notärzte. Auf dem mehrere Hektar großen Festivalgelände sind ständig Rettungswagen im Einsatz, um Verletzte auch von den weiter entfernten Campingplätzen zum zentralen Verbandsplatz bringen zu können. Das "Wacken Open Air" gilt nach der Kieler Woche als landesweit größter Einsatz für das Deutsche Rote Kreuz. Im vergangenen Jahr hat sich sogar Schleswig-Holsteins Landesvater Peter Harry Castensen unter die Heavy-Metal-Fans gemischt - und mit ihnen friedlich gefeiert.

che/DPA / DPA