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Bayreuther Festspiele: Große Oper hinter Wahnfrieds Mauern

Wolfgang Wagner tritt als Direktor der Bayreuther Festspiele zurück. Die Frage, wer ihm nachfolgen soll, hat zu Familienstreitigkeiten und großen Zerwürfnisse geführt. Die Gerüchteküche brodelt. Während bei den Festspielen der letzte Vorhang bereits gefallen ist, steht die Entscheidung im Kampf um die Herrschaft über den Grünen Hügel noch aus.

Mit den 97. Bayreuther Festspielen geht nach 57 Jahren die Ära von Wolfgang Wagner am Grünen Hügel zu Ende. Wagner trug die Verantwortung für mehr als 1700 der bislang 2424 Vorstellungen bei den Festspielen, die sein Großvater 1876 aus der Taufe gehoben hatte. Seit dem frühen Tod seines Bruders Wieland im Jahr 1966 führte der dienstälteste Intendant der Welt die Festspiele allein.

Die im Stiftungsrat der Bayreuther Festspiele vertretenen öffentlichen Zuwendungsgeber gehen nach Informationen der Deutschen Presseagentur (DPA) "definitiv davon aus, dass Wolfgang Wagner zum 1. September zurücktreten wird". Dies sei unabhängig davon, welche Entscheidung für dessen Nachfolge getroffen wird, heißt es.

Im Stiftungsrat sind unter anderem der Bund, der Freistaat Bayern und die Stadt Bayreuth vertreten. Mit Verkündigung des Rücktritts von der Geschäftsführung der Bayreuther Festspiele gehen Wolfgang Wagners Anteile auf die künftigen, öffentlichen Gesellschafter über.

Nikes Schachzug führt zum Familienstreit

Am Montag, den 1. September, tritt der Stiftungsrat der Festspiele zur voraussichtlich entscheidenden Sitzung über die Zukunft der weltberühmten Institution zusammen. So viel steht bereits fest: Die Mitglieder des Stiftungsrats aus Vertretern der zerstrittenen Wagner-Abkömmlinge, des Bundes, des Freistaats Bayern, der Stadt Bayreuth und anderen Institutionen und Verbänden stehen vor einer heiklen Aufgabe - müssen sie sich doch zwischen zwei Bewerbungen aus dem Hause Wagner entscheiden.

Auf der einen Seite Eva Wagner-Pasquier, Wolfgang Wagners 63-jährige Tochter aus erster Ehe, und die mit ihr seit Frühjahr verbündete 30-jährige Katharina Wagner aus zweiter Ehe, auf der anderen Seite Nike Wagner, die 63-jährige Tochter von Wolfgang Wagners Bruder Wieland. Dieser hatte bis zu seinem Tod im Jahr 1966 die Festspiele zusammen mit dem jüngeren Wolfgang geleitet. Deutete bis vor einer Woche noch alles auf die Nachfolgelösung mit dem Duo der Halbschwestern Eva und Katharina hin, so hat der Schachzug von Nike, zusammen mit dem international renommierten belgischen Intendanten Gérard Mortier ein Bewerbungskonzept einzureichen, eine völlig neue Situation geschaffen.

Besonders brisant dabei ist das Angebot Nikes an die gleichaltrige Cousine Eva, doch wieder zu ihr ins Boot zurückzukehren. Denn eigentlich hatten die beiden Frauen Wolfgang Wagners Favoritin Katharina die künftige Macht im Festspielhaus gemeinsam streitig machen wollen.

Das letzte Wort hat der Stiftungsrat

Zweifelt die Mehrheit der Stimmen im Stiftungsrat daran, dass Familienmitglieder für den Posten des Festspielleiters besser geeignet sind als außerfamiliäre Bewerber, muss laut Paragraf 8 (3) des Stifungsvertrages "die Entscheidung einer dreiköpfigen Sachverständigenkommission" eingeholt werden. Diese würde sich aus den gegenwärtigen Intendanten der Opernhäuser in Berlin, München und Wien zusammensetzen.

Zwar hat sich kein eigenständiger außerfamiliärer Bewerber gemeldet. Doch Nike Wagners neuer Partner Gérard Mortier kann mit seinen herausragenden Qualifikationen und seinem internationalen Ansehen deutlich mehr aufweisen als die umstrittene Jungregisseurin Katharina mit den Wagner-Genen.

Katharina Wagner plant, die Wagner-Festspiele für ein größeres und jüngeres Publikum zu öffnen. "Wir müssen an die kommende Generation denken. Ich wünsche mir, dass wir jedes Jahr eine Wagner-Oper als Mitmach-Aufführung für Kinder in das Programm nehmen", sagte die Urenkelin Richard Wagners der "Bild-Zeitung". Opern, die nicht im Festspielhaus gezeigt werden, könnten künftig auch an verschiedenen Orten in der Stadt Bayreuth aufgeführt würden. Ferner seien der Aufbau einer Festspiel-Akademie sowie eine stärkere Auseinandersetzung der Festspiele mit dem Dritten Reich und der Vereinnahmung von Wagners Musik durch die Nazis geplant.

Weitermachen oder Neubeginn

Weimars Kunstfest-Chefin Nike Wagner und der internationale Kulturmanager Gérard Mortier stehen mit ihrer Bewerbung nach eigenem Bekunden "für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Festspielidee Richard Wagners. Seit Wieland und Wolfgang Wagners spektakulärer Neupositionierung von Bayreuth im Jahr 1951 müssen sich die Festspiele erstmals die Frage stellen: Weitermachen oder Neubeginn, Traditionalismus oder Zukunftsvision? Gepflegtes Museum, Event-Wagner oder Musiktheater der Zukunft? Wir plädieren dafür, die Bayreuther Festspiele im Sinn des Zukunftsmusikers Richard Wagner weiterzuentwickeln."

Es gehe beiden um "höchste musiktheatralische Qualität, um die - nicht nur szenische - Auseinandersetzung mit dem Werk Wagners und darum, der zeitgenössischen Kreativität und ihren musikalischen, theatralischen und visuellen Kräften Raum zu geben", erläutern die beiden. "Es geht um einen Wagner im europäischen und außereuropäischen Kontext."

Der Stiftungsrat ist nicht zu beneiden

Allgemeines Ansehen genießt die ehemalige Wunschkandidatin des Stiftungsrates, die erfahrene Opernmanagerin Eva Wagner-Pasquier. Sollte sie in letzter Minute doch noch dem Lockruf von Cousine Nike folgen, könnten Wolfgang Wagner, der die ältere Tochter lange Jahre verstoßen hatte, und seine Wuschmaid Katharina am Ende gar mit leeren Händen dastehen. Der Stiftungsrat ist um seine Entscheidungsbefugnis nicht zu beneiden.

Für eines der beiden Konzepte trifft der Stiftungsrat bei seiner Sitzung am Montag in Bayreuth eine Vorauswahl. Mit einer endgültigen Entscheidung durch den Verwaltungsrat der Festspiel-GmbH ist aber wohl erst in einigen Wochen zu rechnen. Ob die Bewerberinnen bei dem Treffen im Bayreuther Rathaus anwesend sein werden, war zunächst offen. Es sei aber davon auszugehen, dass sie ihre Konzepte dem Stiftungsrat persönlich erläutern würden, sagte der Sprecher der Stadt Bayreuth, Joachim Oppold.

AP/dpa/cw/aci / AP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(