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MTV Video Music Awards: Beyoncé erscheint mit Müttern getöteter Schwarzer - und triumphiert

Die MTV Video Music Awards hatten in Beyoncé Knowles eine klare Favoritin: Die 34-Jährige war gleich in elf Kategorien nominiert. Tatsächlich sicherte sie sich den wichtigsten Preis - und legte einen politischen Auftritt hin.

US-Popstar Beyoncé Knowles bei den MTV Music Video Awards in New York

Sängerin Beyoncé Knowles räumte bei den MTV Video Music Awards nicht nur mehrere Preise ab, sie überzeugte das Publikum auch mit einer langen Showeinlage

Sie war die Favoritin - und wurde dieser Rolle auch gerecht: Beyoncé Knowles hat sich in New York bei der Verleihung der MTV Video Music Awards mit ihrem Hit "Formation" den Hauptpreis "Video des Jahres" gesichert und dabei namhafte Konkurrenten wie Adele ("Hello"), Justin Bieber ("Sorry"), Kanye West ("Famous") und Drake ("Hotline Bling") hinter sich gelassen. "Ich widme diesen Preis den Menschen von New Orleans. Möge Gott euch beschützen, Leute", sagte die 34-Jährige. Mit einer gut zwanzigminütigen Non-Stop-Performance im Madison Square Garden bewies der US-Popstar eindrucksvoll, dass sie die höchste Ehre auch verdient hat.

Vor den Augen der begeisterten Zuschauer sang Beyoncé einen Hit nach dem anderen und krönte sich so selbst zur "Queen Bee". Aber sie hatte auch eine politische Botschaft. Sie erschien in Begleitung von vier Müttern getöteter Afroamerikaner. Beyoncé betrat den roten Teppich gemeinsam mit den Müttern von Michael Brown, Eric Garner, Oscar Grant und Trayvon Martin. Sie alle waren unter umstrittenen Umständen getötet worden, vor allem durch Polizeigewalt. Drei der vier Mütter sind auch in Beyoncés Film "Lemonade" zu sehen, zu dem es auch ein gleichnamiges Album gibt.

Beyoncé Knowles für elf Awards nominiert

Beyoncé, die mit elf Gewinnchancen ins Rennen gezogen war, räumte in weiteren Kategorien ab, darunter für bestes Video einer weiblichen Künstlerin ("Hold Up") und für Regie, Kamera und Schnitt von "Formation".

Zu den weiteren Gewinnern zählten der kanadische Rapper Drake, 29, der mit "Hotline Bling" den Preis für das "Beste Hip-Hop Video" holte. Der schottische DJ und Sänger Calvin Harris, 32, wurde für seinen Erfolgs-Track "This Is What You Came For", den er mit der Sängerin Rihanna aufgenommen hatte, in der Sparte "Bestes Video eines Mannes" ausgezeichnet.

Rihanna gewinnt Ehrenpreis

Die amerikanische Pop-Rock-Band DNCE ("Cake by the Ocean") um Sänger Joe Jonas holte die Trophäe als beste Nachwuchskünstler. Die Girlgroup Fifth Harmony sahnte mit "All in My Head" den Preis für den besten Sommer-Song ab. David Bowie wurde posthum in der Sparte "Art Direction" für seinen Song "Blackstar" geehrt. Das gleichnamige Album war Anfang des Jahres erschienen - wenige Tage vor Bowies Tod am 10. Januar.

Auch Pop-Sängerin Rihanna, 28, konnte ihre Trophäensammlung weiter vergrößern. Der auf Barbados aufgewachsenen Sängerin ("Work") wurde der "Michael Jackson Video Vanguard Award" verliehen. Die Trophäe zollt dem Einfluss des Preisträgers auf die Musikszene Tribut.

Britney Spears nach Jahren wieder live auf der Bühne

Rihanna, die während der Show im Madison Square Garden auch vier Mal Live auftrat, wurde mit stürmischem Applaus gefeiert. Ihr Heimatland werde nun so stolz auf diese Auszeichnung sein, sagte die Sängerin. Dies sei ein unglaublicher Moment. Zu den früheren Gewinnern zählen Kanye West, Beyoncé, Justin Timberlake und Madonna.

Zum ersten mal seit zehn Jahren trat Britney Spears, 34, bei der Show wieder Live auf. Das dreistündige Spektakel brachte auch Stars wie Kim Kardashian, den Rekordolympiasieger Michael Phelps und die US-Turnerinnen um Simone Biles auf die Bühne.

tkr / DPA / AFP