Conrad Murray auf der Anklagebank Joe Jackson reicht Schadensersatzklage ein

Conrad Murray soll als Leibarzt von Michael Jackson den Tod des "King of Pop" verursacht haben. Der 57 Jahre alte Kardiologe ist Angeklagter im Kriminalfall SA073164 am Superior Court von Los Angeles.

Conrad Murray soll als Leibarzt von Michael Jackson den Tod des "King of Pop" verursacht haben. Der 57 Jahre alte Kardiologe ist Angeklagter im Kriminalfall SA073164 am Superior Court von Los Angeles. Die Anklage wirft dem Mediziner vor, durch die Vergabe einer zu hohen Dosis von Schlaf- und Beruhigungsmitteln seine Sorgfaltspflicht verletzt und fahrlässig den Tod des Sängers herbeigeführt zu haben. In dem Strafprozess drohen ihm vier Jahre Gefängnis.

Unabhängig vom Strafverfahren muss sich der Arzt auch in einem Zivilprozess verantworten. Joe Jackson reichte am ersten Todestag seines Sohnes vor einem Bundesgericht in Los Angeles eine entsprechende Schadenersatzklage ein.

Zudem muss der in den US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada und Texas praktizierende Arzt um seine berufliche Existenz bangen. Murray darf zunächst zwar weiter Patienten behandeln: Ein Richter am Superior Court in Los Angeles wies am 15. Juni zum zweiten Mal einen Antrag der Staatsanwaltschaft auf ein Berufsverbot für Dr. Murray zurück. Staatsanwälte in Nevada und Texas prüfen nun aber, ob ihm in diesen Bundesstaaten die Lizenz entzogen werden kann.

Vor der Entscheidung des Richters am Superior Court hatten bereits die Standesgerichte für medizinische Berufe in Kalifornien und Nevada Murrays Lizenz eingeschränkt. Gemäß der Entscheidungen von Los Angeles und Las Vegas darf der 57-Jährige nicht mehr alle Medikamente verschreiben. So ist ihm künftig die Vergabe starker Narkosemittel wie Propofol - an dem Jackson gestorben war - untersagt.

Zudem hat Ärztliche Prüfkommission von Nevada eine formale Beschwerde gegen den Arzt erhoben. Murray habe es mehrfach versäumt, rückständige Unterhaltszahlungen bei der Erneuerung seiner Zulassung anzugeben. Auch auf diesem Weg könnte der Mediziner seine Arbeitserlaubnis für diesen Bundesstaats verlieren.

DPA DPA

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