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Coronavirus-Pandemie: "Hört auf, alte Menschen umzubringen": Wie Musiker ihre feiernden Fans ermahnen

Regierungen weltweit fordern, soziale Kontakte zu reduzieren. Doch einige Unbelehrbare halten offenbar wenig von dieser Empfehlung. Sie leben weiter wie bisher. Viele Musiker nutzen ihre Reichweite, um an deren Vernunft zu appellieren.

Hilary Duff und Ariana Grande

Musikerinnen wie Hilary Duff und Ariana Grande nutzen ihre Reichweite, um an die Vernunft ihrer Fans zu appellieren

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Es sind mahnende Worte, die Schauspielerin und Sängerin Hilary Duff in einer Instagram-Story an ihre Fans richtet. Sie schaut dabei ernst in die Kamera. Ihr Zorn lässt sich deutlich an ihrer Mimik ablesen: "An all die jungen Millennial-Arschlöcher, die immer noch rausgehen, um zu feiern: Geht nach Hause!", sagt sie und fügt hinzu: "Hört auf, alte Menschen umzubringen."

Die 32-Jährige, die durch die Disney-Serie "Lizzie McGuire" bekannt wurde, meint damit jene jungen Menschen, die die Warnungen der Gesundheitsbehörden im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus nicht zu interessieren. Laut Medienberichten waren die Bars in Boston, Chicago, Nashville und New York City in den vergangenen Tagen weiterhin so gut besucht wie vor dem Ausbruch des Virus. Viele US-Amerikaner scheinen die Lage nicht ernst zu nehmen. Aus diesem Grund wandte sich Duff an ihre Fans.

Musiker nutzen ihre Reichweite für Appelle an ihre Fans

Duff ist nicht die einzige prominente Musikerin, die ihre Reichweite in den sozialen Netzwerken nutzt, um an die Vernunft ihrer Abonnenten zu appellieren. Auch Ariana Grande äußerte sich ähnlich in einer Instagram-Story: "Ich höre immer noch von überraschend vielen Menschen Aussagen wie: 'Das ist keine große Sache'. Oder: 'Es wird alles gut' – das haut mich wirklich um."

Die aktuelle Situation auf die leichte Schulter zu nehmen, sei gefährlich und egoistisch, schrieb die 26-jährige Sängerin. "Eure Hip-Hop- und Yoga-Stunden können verdammt noch mal warten." Viele weitere bekannte Musiker wie Taylor Swift oder Lady Gaga meldeten sich ebenfalls mit deutlichen Statements in den sozialen Netzwerken zu Wort.

Robert Koch-Institut warnt vor "Corona-Partys"

In Deutschland warnte das Robert Koch-Institut auf einer Pressekonferenz am Montagvormittag vor sogenannten Corona-Partys: "Es ist nicht sinnvoll, anstatt in einen Club zu gehen, zu einer großen Party zu sich nach Hause einzuladen oder zu anderen Festen zu gehen, bei denen sich viele Menschen treffen", erklärte Vize-Präsident Lars Schaade und bat darum, möglichst zu Hause zu bleiben.

Trotz empfohlener Isolation feiern viele US-Amerikaner noch in Clubs

Ziel ist es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird – ein Bestreben, das zuletzt unter dem Begriff "Flatten the curve" bekannt geworden ist. Die Regierungen fast aller Länder raten deshalb zu "sozialer Distanz". Allerdings halten sich offenbar viele (junge) Menschen nicht an diese Bitte. Gerade deshalb sind die Appelle der Prominenten – wie von Hilary Duff – so wichtig. Ihr Einfluss kann buchstäblich Leben retten.

Quellen: Twitter / "Welt" / Bundesgesundheitsministerium

rpw

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