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Death Cab For Cutie: Intime Opulenz, opulente Intimität

Auf ihrem fünften Album haben Death Cab For Cutie ihren Sound weiter verfeinert: Ihre ruhigen Songs changieren zwischen opulenter Dramatik und kammermusikalischer Intimität.

Quiet is the new loud ist das nicht schon wieder ein paar Jahre her? Ja, mag sein; vorbei scheint der Trend aber noch nicht zu sein. Death Cab For Cutie aus Seattle setzten auf den ruhigen Ton, auf zartfühlende Pianoklänge und einlullende Synthie-Flächen, auf wie Glöckchen klingende Elektro-Gitarren und auf die Melancholie in der Stimme ihres Sängers und Hauptsongwriters Ben Gibbard. So leise huschten sie durch die Rockwelt, dass sie jahrelang leider völlig übersehen wurden.

Leise Hymnen

Erst jetzt, zu ihrem fünften Album "Plans", diesmal auf dem Major Atlantic, wacht die Welt auf. Und hört schlaftrunken, aber mit zunehmender Begeisterung, leise Hymnen voll trauriger Energie und stiller Größe. Ob sie folkig klampfen ("I Will Follow You Into The Dark") oder sämtliche Register des Gitarrenpop ziehen ("Crooked Teeth") oder eine tiefe Traurigkeit mit einem bemerkenswerten Arrangement perfekt in Szene setzen ("Summer Skin"); Death Cab For Cutie finden mit traumwandlerischer Sicherheit stets den richtigen Weg zwischen opulenter Dramatik und kammermusikalischer Intimität. Und die Songs sind fast alle famos.

Markus Schwarz/AP

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