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Der Eklat beim Echo Campino wettert gegen Kollegah - Skandal-Rapper gewinnt und wird ausgebuht

Wo hört die künstlerische Freiheit auf?
 
Das fragt sich Campino, der Sänger der Toten Hosen, bei der Verleihung des Musikpreises Echo.

Der Grund: Rapper Kollegah und Farid Bang waren für den Echo nominiert, obwohl ihr Lied "0815" eine Textzeile enthält, die von vielen als antisemitisch verstanden wird.
 
"Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" (Farid Bang/ Kollegah, Lied "0815" auf dem Album "Jung, brutal, gutaussehend 3")
 
Campino, Gewinner der Kategorie "Rock National", liest emotional und sichtlich aufgewühlt, was er zuvor auf einen Zettel geschrieben hat:
 
 
"Im Prinzip halte ich Provokation für gut und richtig. Für mich persönlich ist diese Grenze überschritten, wenn es um frauenverachtende, homophobe, rechtsextreme und antisemitische Beleidigungen geht und auch die Diskriminierung jeder anderer Religionsform." (Campino, Echo-Verleihung)
 
 
Kollegah und Farid Bang gewinnen tatsächlich den Echo. Mit Zettel in der Hand – Campino nachäffend – holt Kollegah zum Gegenangriff aus:
 
"Nachdem der Ethik-Ausschuss darüber entschieden hat und wir uns so oft darüber geäußert haben, dann noch als Künstler, der aus derselben Stadt kommt wie wir, sich als moralische Instanz hier aufzuspielen, dass Thema noch einmal so aufzumachen und uns an den Pranger zu stellen, ist relativ stillos. (...)" (Kollegah; Echo-Verleihung)
 
Er habe als "Zeichen des Friedens" ein Portrait von Campino gezeichnet, das er für einen guten Zweck versteigern möchte.
 
Unter lauten Buh-Rufen kann Kollegah seine Rede kaum fortsetzen – und die Künstler verlassen die Bühne.
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Campino, Gewinner des Echo in der Kategorie "Rock National", nutzt die Gelegenheit und teilt gegen Rapper Kollegah aus. Dieser war in den Wochen zuvor aufgefallen, weil eine Textzeile in seinem Lied "0815" von vielen als antisemitisch verstanden wurde.

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