Stefan Raab trat 2000 für Deutschland an – mit dem bewusst albernen und ironischen Song „Wadde hadde dudde da?“. Viele hielten den Beitrag zunächst für einen Gag, doch Europa feierte den Auftritt: Der Entertainer belegte Platz fünf. Der unerwartete Erfolg zog riesige mediale Aufmerksamkeit nach sich. Der ESC, der zuvor als angestaubt galt, wurde hierzulande plötzlich wieder beliebt. Stefan Raab avancierte damit zu einer Zentralfigur des modernen deutschen ESC und prägte den Wettbewerb wie sonst kaum jemand. Seinen größten Coup landete er 2010 mit der Auswahl von Lena Meyer-Landrut, der späteren ESC-Siegerin. Danach organisierte Raab mehrere Vorentscheide und förderte neue Künstler. Seinen Rückzug aus dem ESC-Kosmos machten viele Fans mitverantwortlich für die schwächeren Ergebnisse Deutschlands.
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