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Eurovision Song Contest 2016: Wow, Douwe! Kann dieser Holländer Russland besiegen?

"Slow Down" beim ESC: Für den Russen Sergey Lazarev und seine High-Tech-Show muss das wie eine Lied gewordene Kampfansage klingen. Schafft der Holländer Douwe Bob das Wunder von Stockholm?

Douwe Bob aus den Niederlanden sorgte beim Halbfinale des ESC für eine Überraschung

Douwe Bob überzeugte beim ESC mit Stimme und Charme

"Wunder gibt es immer wieder", sang Katja Ebstein 1970 beim Eurovision Song Contest in Amsterdam. Und eben dieses Wunder bräuchte es wohl, um Sergey Lazarev in diesem Jahr den Sieg beim ESC in Stockholm noch zu nehmen. Seit Wochen führt er die Wettquoten bei den britischen Buchmachern an. Auch Fans und Journalisten sind sich seit Tagen einig: Der Eurovisionskönig 2016 kann eigentlich nur Russland heißen.

Beim ersten Semifinale des ESC am Dienstagabend in Stockholm bestätigte Russland seine Favoritenrolle. Insgesamt 18 Teilnehmer buhlten um den Einzug ins Finale am Samstag, nur zehn kamen weiter. Für Lazarev war das freilich reine Pflichterfüllung. Klar würde er das Finalticket lösen. Doch würde Russland erneut mit Buhrufen abgestraft werden? Das war die spannende Frage.

Douwe Bob überrascht

"Ich bin darauf vorbereitet", hatte Lazarev dem stern vorab über mögliche Unmutsbekundungen in der Arena gesagt. Doch - und das ist zumindest ein kleines Wunder - der 33-Jährige wurde vom Stockholmer Publikum mit viel Applaus bedacht. Die technisch perfekt inszenierte Nummer "You Are The Only One", bei der er an einer Wand zu schweben scheint, macht allen Russland-Zorn vergessen. Nicht nur gesanglich, auch körperlich verlangte die Las-Vegas-reife Show Lazarev einiges ab. Jeder Handgriff, jeder Schritt musste sitzen - sonst hätten nicht nur die 3D- und Hologramm-Effekte ihre beeindruckende Wirkung verloren, sondern dem Moskauer hätte eiun Sturz aus mehreren Metern Höhe gedroht. Doch Lazarev lieferte genau das, was die russische Delegation erwartete: Perfektion.

Lazarev genoss seinen Applaus sichtlich. Dass er nicht nur mit Begeisterung, sondern mit der Liebe des Stockholmer Publikums bedacht würde, hätte er wohl selbst kaum für möglich gehalten. Vereinzelte Regenbogenflaggen als Protest gegen die Politik in Russland hin oder her - wer sollte ihn jetzt noch aufhalten? Doch halt: Da war das Wunder, das Katja Ebstein in Amsterdam besang.

Douwe Bob aus den Niederlanden ist der Überraschungssieger des Abends. Der Finaleinzug des 23-Jährigen schien alles andere als sicher. Seine Countrypopnummer "Slow Down" war gewagt - zu oft ist Country beim ESC schon gescheitert. Doch der junge Holländer mit den auffälligen Tattoos und dem Schlafzimmerblick scheint einen Nerv getroffen zu haben. Er überzeugte ohne viel technisches Schischi, nur mit seiner Stimme und seinem Charme. Wow, Douwe!

ESC liebt den Underdog

Dass Douwe Bob mitten während des Songs eine Pause einlegt, für zehn Sekunden die Musik ausgeht und er zu singen aufhört? Rotzfrech ist das. Oder einfach genial. "Slow Down", schalt mal runter - das könnte auch im Finale der Gegenentwurf zur russischen Leistungsschau sein. Bei den weltweiten Suchanfragen auf Google hat der Holländer seinen Konkurrenten am Dienstag bereits überholt. Wird Douwe Bob gar am Ende nicht nur ein Sieger der Herzen? Kann er Sergey Lazarev den ESC-Thron wirklich noch nehmen? Ausgeschlossen ist das nicht.

ESC 2016: Zehn Fakten fürs Song-Contest-Angeberwissen

Der ESC, auch das hat das erste Semifinale am Dienstagabend gezeigt, liebt eben Underdogs: Sonst hätten wohl weder die Österreicherin Zoë mit ihrem traumschönen Chanson "Loin d'Ici", noch die Tschechin Gabriela Guncikova mit ihrer Ballade "I stand" den Einzug ins Finale geschafft. Stark auch der Auftritt der Armenierin Iveta Mukuchyan. Die in Hamburg wohnende Sängerin überzeugte nicht nur mit Pyrotechnik, sondern auch stimmlich. Kommt das Wunder also nicht aus Amsterdam, sondern aus Norddeutschland? Alles ist am Samstag noch möglich. Vor allem weil mit Schweden, Frankreich und Australien drei weitere Länder ins Spiel kommen, die Sergey Lazarev noch gefährlich werden können. Oder wie es in seinem Song heißt: "Thunder and Lightnig, it's getting exciting."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.